Huizinga, Johan,
Im Schatten von morgen. Zürich/ Bruxelles : Occident-Verlag/ Pantheon-Verlag, 1948. 149 Seiten. Kartoniert (Englische Broschur).
* Übersetzt von Werner Kaegi. - Umschlag schwach lichtrandig / gebräunt.
Bestell-Nr.155132
Huizinga |
Philosophie
SONDERAUSGABE
des ersten Teils von
J. HUIZINGA SCHRIFTEN ZUR ZEITKRITIK
Erster Teil: Im Schatten von morgen
Zweiter Teil: Geschändete Welt
Das in alle Kultursprachen übersetzte Buch rechtfertigt den großen Erfolg, der ihm zuteil wurde. Huizinga legt in bedeutenden Analysen dar, daß die großen Kulturkrisen der Vergangenheit — beispielsweise die großen Umformungen der Antike, die Reformation und die französische Revolution — einen weniger radikalen Bruch mit der Vergangenheit herbeigeführt haben als die Tendenz unserer Epoche, die Gültigkeit ethischer Normen zu leugnen. Er stellt die bange Frage, ob unsere Kultur, deren Krise er an vielen Symptomen nachweist, nicht unwiderruflich dahinschwinde.
Huizinga verhehlt den Ernst unserer geistigen Situation nicht. Aber gerade dieser Verzicht auf einen oberflächlichen Optimismus eröffnet dem großen niederländischen Historiker die Möglichkeit, uns Wege zur Rettung aus dem geistigen Chaos zu weisen.
Die neuartigen Gedankengänge, von der starken Persönlichkeit Huizingas getragen, fesseln den Leser von der ersten bis zur letzten Seite.
INHALT
Vorrede 7
I. Untergangsstimmungen 9
II. Befürchtungen von heute und Ängste von ehedem 13
III. Die gegenwärtige Kulturkrise, verglichen mit früheren 17
IV. Grundbedingungen der Kultur 24
V. Das Problematische des Fortschritts 32
VI. Die Wissenschaft an den Grenzen des Denkvermögens 35
VII. Die allgemeine Schwächung der Urteilskraft 42
VIII. Niedergang des kritischen Bedürfnisses 49
IX. Mißbrauchte Wissenschaft 58
X. Die Absage an das Erkenntnisideal 62
XI. Der Kult des Lebens 66
XII. Leben und Kampf 71
XIII. Verfall der moralischen Normen 80
XIV. Der Staat dem Staate ein Wolf? 89
XV. Heroismus 98
XVI. Puerilismus 106
XVII. Aberglaube 115
XVIII. Der ästhetische Ausdruck in seiner Entfernung von Vernunft und Natur 119
XIX. Stilverlust und Irrationalisierung 127
XX. Ausblick 131
XXI. Katharsis 144