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Scholem Alejchem .:. Tewje, der Milchmann

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Scholem Alejchem [d.i. Scholem Rabinowitsch], Tewje, der Milchmann. Wiesbaden 1984.
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Description
Scholem Alejchem [d.i. Scholem Rabinowitsch],
Tewje, der Milchmann. Wiesbaden: Drei Lilien Verlag, 1984. 187 Seiten mit Abbildungen. Leinen mit Schutzumschlag. 4to. 298 x 214 mm. 957 g
* Aus dem Jiddischen von Alexander Eliasberg und Max Reich. Mit Lithografien von Anatoli Lwowitsch Kaplan. - Ab ca. S.169 Druck- und Knitterspuren, S.79/80 mit Produktionsfehler ohne inhaltliche Beeinträchtigung, Schutzumschlag ausgeleiert und mit Rissen.
Bestell-Nr.161796 | ISBN: 3-922383-48-3
Scholem Alejchem | Judaica | Illustrierte Buecher | Hebraeische Literatur

Inhaltsverzeichnis:

I. Der Haupttreffer 9
II. Ein Hereinfal 31
III. Kinder von Heute 49
IV. Hodel 71
V. Chawe 93
VI. Sprinze 112
VII. Tewje fährt ins Heilige Land 132
VIII. Zieh Fort 156

Hans Marquardt:
Nachwort 175

Rudolf Mayer: Kaplans Bilder zum Tewje 180
Verzeichnis der jiddischen Wörter und Begriffe 183
Verzeichnis der Lithografien 186

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Klappentext (Teil 1):

Der Ruhm Scholem Alejchems beruht vor allem auf seinem Episodenroman «Tewje, der Milchmann». Das Buch, dessen letzte Episode erst 1914, also zwanzig Jahre nach Erscheinen der ersten sieben Kapitel geschrieben wurde, ist zweifellos das opus magnum innerhalb des reichen und keinesfalls an ein einziges Thema fixierten Werks. Das wirkliche Urbild der berühmten Romanfigur versorgte die Datschenbewohner, die «Reichen von Jehupetz (Kiew), die den ganzen Sommer in Bojberik sitzen, gut essen und trinken und in allem Guten baden» – darunter die Familie Rabinowitsch – nicht nur mit Milch, Butter und Käse, sondern der Autor Scholem Alejchem auch mit den neuesten Informationen, mit manchem Klatsch und Tratsch. Dabei gab der Milchmann seinem unerschöpflichen Mitteilungsbedürfnis stets den Anstrich frommer Gelehrsamkeit, die er meistens mit «Sprüchen der Väter» anreicherte, echten wie selbstgeprägten. Ein großer Zauber geht von dem Rhythmus dieser Sprache aus, von den auf eine Geschichte hinzielenden Monologen, die noch ganz der mündlichen Volkstradition verhaftet sind und voll von abschweifendem Beiwerk.

Der Autor hat den acht Kapiteln als Motto einen Vers aus dem 113. Psalm vorangestellt:
«Er richtet den Geringen auf aus dem Staube und erhöht den Armen aus dem Kot.»
Unwillkürlich denkt der Leser des Buches an die uns im Alten Testament überlieferte Geschichte von dem glaubensstarken Mann aus dem Lande Uz. Viel Hiob, aber auch ein bisschen Schwejk – so lässt sich vielleicht Tewjes Haltung in den Fähigkeiten des Lebens charakterisieren.

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Klappentext (Teil 2):

«Anatoli Kaplan ist ein Künstler. Er erläutert nicht, er ist ein Schöpfer seiner Bilder, die geboren werden aus der Poesie seiner Lieblingsbücher und aus den visuellen Eindrücken seiner Umwelt. Ich kenne seine Lithografien, die von den Erzählungen Scholem Alejchems angeregt wurden. Sie sind traurig und poesievoll, in ihnen vereint sich die Liebe der Jugend mit der Weisheit des Alters, und die Märchen der alten, längst verschwundenen Dörfer, wie Kasrilowka es einst war, werden in ihnen wach. Es kann sein, dass sie wirklich aus den Erzählungen des großen Schriftstellers geboren wurden, aber sie haben ihr eigenes Leben. Sie sind keine Ergänzung des Buches, sondern wunderbar ausdrucksstarke Kunstwerke, wo die Töne Schwarz und Weiß so malerisch gehandhabt werden, dass man den Eindruck einer vollen Farbskala erhält. Schau ich auf die Lithografien Kaplans, dann erinnere ich mich der Werke von Künstlern, die man seine Landsleute nennen kann: Kaplan wurde in Rogatschew geboren, Marc Chagall in Witebsk, Soutine in Smilowitschi. Sie alle verbinden nicht nur die Erinnerung an alte Holzhäuser und an die Aushängeschilder der Krämerbuden, an bärtige Alte und schwärmerische Jünglinge, sondern auch das Gefühl des Märchenhaften, des Tragischen und gleichzeitig damit die leidenschaftliche Liebe zum Leben. Dies alles wird nicht literarisch überliefert, sondern in der Sprache der bildenden Kunst.

An der Wand meines Arbeitszimmers hängen Lithografien Kaplans, sie bringen mir viel Freude. Ich bin sicher, dass die Betrachter dieser Blätter die gleiche Freude empfinden werden.»
Ilja Ehrenburg
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