Spinoza, Benedictus de,
Politischer Traktat. 1. Auflage. Leipzig : Reclam, 1988. 188 Seiten mit Literaturverzeichnis und Register. Broschiert. Kleinoktav. 177 x 107 mm.
* Aus dem Lateinischen übersetzt von Gerhard Güpner. Herausgegeben und mit einem Anhang versehen von Hermann Klenner. - Mit handschriftlicher Widmung des Herausgebers Hermann Klenner an Rudolf Wullschleger. Beiliegend: 3-seitiger, maschinengeschriebener persönlicher Brief von Dr. Annelies Klenner vom 6. März 1987) - Gebräunt.
Bestell-Nr.161904 | ISBN: 3-379-00267-4 | 978-3-379-00267-7
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Widmungsexemplar
Inhalt
POLITISCHER TRAKTAT
Vorwort. Brief an einen Freund 8
1. Einführung 9
2. Vom Naturrecht. 13
3. Vom Recht der Regierungsgewalt. 23
4. Von den Pflichten der Regierungsgewalt. 32
5. Vom Zweck der Gesellschaft und des Staates. 36
6. Allgemeines zur Monarchie 39
7. Besonderes zur Monarchie. 51
8. Von der Aristokratie mit einer Hauptstadt 70
9. Von der Aristokratie mit gleichberechtigten Städten. 96
10. Von den Garantien der Aristokratie. 104
11. Von der Demokratie 111
ÜBER NATURRECHT, STAAT UND DEMOKRATIE 115
ANHANG
- Zu unserer Ausgabe 126
- Zeittafel 127
- Des Bento/Baruch/Benedictus realistische Utopie 136
- Abkürzungsverzeichnis 157
- Anmerkungen 158
- Bibliographie 169
- Register 182
Zusammenfassung des Briefes (6. März 1987)
Der dreiseitige, sehr persönliche und im Ton feinsinnig-ironische Brief an Rudolf Wullschleger («Wulli») ist ein eindrückliches Zeitdokument der späten DDR-Spätphase kurz vor dem Zusammenbruch:
Internationaler Frauentag & Gleichberechtigung: Sie schickt Wullschleger «Kampfesgrüsse» zum Frauentag, vergleicht ihre Situation melancholisch-humorvoll mit Marx/Engels und übt scharfe Kritik an der phrasenhaften Parteirhetorik der DDR-Presse zum Thema Frauenpolitik.
Alltagswirtschaft & Systemkritik: Am Beispiel einer 18 Jahre alten, westdeutschen Geschirrspülmaschine veranschaulicht sie prägnant die Mangelwirtschaft der DDR. Ersatzteile und Neuanschaffungen fehlen seit 10 Jahren; der Weiterbetrieb hängt einzig von einem Mechaniker ab.
Umgang mit Handwerkern & DDR-Alltag: Sie beschreibt schelmisch, wie sie Handwerker durch privat erteilte «politische Schulungen» und das Vorrechnen unbezahlter eigener Leistungen bei Laune hält, um Sonderleistungen bei Reparaturen zu bekommen.
Krankheit & DDR-Gesundheitswesen: Sie schildert plastisch die Folgen einer fehlgeschlagenen Fersen-Operation («Versuchskaninchen») und den Monopol-Mangel an eleganten flachen Schuhen.
Urlaub in der Uckermark: Trotz Gehstützen organisierte sie für 4 Enkelkinder den Winterurlaub in einem heizbaren Bauernhaus.
Schlussnotiz & Hermann Klenner: Sie schließt mit spitzer Feder («bleibe vergnügt, launisch, überheblich...») und einer handschriftlichen Randnotiz von Hermann Klenner («Lieber Wulli... herzlich: Hermann»).