Häberlin, Heinz,
Die viersprachige Schweiz. Frauenfeld, Leipzig: Huber, 1938. 32 Seiten. Fraktursatz. Broschiert. 209 x 148 mm. 55 g
* Vortrag vor der Schülerschaft des thurgauischen Lehrerseminars Kreuzlingen am 8. Mai 1937.
Bestell-Nr.161728
Haeberlin |
Helvetica |
Schweiz |
Switzerland |
Sprachwissenschaft |
Linguistik |
Bundesrat
Das Thema – die Viersprachigkeit als nationales Fundament – war für den Autor naheliegend: Heinrich Häberlin (1868–1947) studierte Rechtswissenschaften in Zürich, Leipzig und Berlin, war Nationalrat (1918–1920 Nationalratspräsident) und von 1920 bis 1934 Bundesrat, wo er das Justiz- und Polizeidepartement leitete; 1926 und 1931 amtierte er als Bundespräsident. Als thurgauischer Staatsmann wählte er mit dem Verlag Huber in Frauenfeld seinen Heimatort als Erscheinungsort.
Die Schrift steht im Kontext der «Geistigen Landesverteidigung» – jener kulturpolitischen Bewegung, mit der die Schweiz in den späten 1930er Jahren ihre Eigenständigkeit gegenüber dem aufkommenden Nationalsozialismus zu behaupten suchte.
Nach seinem Rücktritt präsidierte Häberlin von 1939 bis 1944 die Kulturstiftung Pro Helvetia und von 1936 bis 1946 die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission.