Rudolf, Gisela,
Ein schmaler Streifen Zeit. Roman. Gümligen : Zytglogge, 1985. 168 Seiten. Broschur.
* Gebrauchsspuren.
Bestell-Nr.156399 | ISBN: 3-7296-0208-X | 978-3-7296-0208-3
Rudolf |
Schweizer Literatur |
Literatur Deutschschweiz
Eine geschiedene junge Frau findet sich nicht mehr zurecht, weil sie der lebensbedrohenden Zwangsläufigkeit einer verdeckten Depression nicht ausweichen kann oder will.
In ihrem zweiten Roman schildert Gisela Rudolf die beeindruckende Geschichte dieser jungen Frau. Felicitas unterrichtet nach der Scheidung als Sprachlehrerin an der Mittelschule ihrer, wie ihr scheint kleinkarierten Stadt. Kleinkariert sind auch die Menschen in Felicitas' Umgebung. Von den Eltern fühlt sie sich eingeengt. Nur Begegnungen mit Schülern, besonders mit Andreas, hellen für kurze Zeit ihr beziehungsarmes Leben auf. Vom selbstgewählten Alleinsein erwartet Felicitas aber mehr. In Gedichten und Tagebuchnotizen schreibt sie darüber. «... unfähig, Leben zu schenken . . .», das bricht immer wieder auf. Unfähig, Schule zu halten, unfähig zu allem.
In dieser Krise erhält Felicitas eine Chance. Sie darf ihren Rektor bei der Einweihung der Schweizerschule in Rom vertreten. Diese Reise nach Italien will sie benutzen, um über ihr Leben nachzudenken, es zu ordnen.