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Ionesco .:. Tagebuch

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Ionesco, Eugène, Tagebuch. Journal en miettes. Neuwied, Berlin 1967.
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Description
Ionesco, Eugène,
Tagebuch. Journal en miettes. Neuwied, Berlin: Luchterhand, 1967. 244 Seiten. Leinen mit Schutzumschlag und Bauchbinde. 194 x 114 mm.
* Aus dem Französischen von Lore Kornell. - Leicht gebräunt.
Bestell-Nr.161540
Ionesco | Franzoesische Literatur | Tagebuch | Tagebuecher

Seit seinen Stücken ›Der König stirbt‹ und ›Hunger und Durst‹ will Ionesco die Welt nicht mehr zum Lachen bringen. Sein Thema, die »Tragödie der Sprache« zu dramatisieren, ist der Tragödie selbst gewichen. Vor ihr kapituliert die Absurdität als versöhnender Geist. So lange der Autor seine Personen auf die Bühne befahl, blieb Ionesco im Schutz der Kulissen. Hier, in seinem Tagebuch, zeigt er sich konfrontiert mit seinem fundamentalen Thema: der Angst. Er sucht sie in ihrem Ursprung auf, um sie zu besiegen. Er setzt sich schonungslos dem sogenannten Irrealen aus und erkennt die Paradoxie: das Irreale wird Wirklichkeit. Das Tagebuch verzichtet auf systematischen Aufbau. Statt Tag für Tag Gewöhnliches und Ungewöhnliches zu notieren, fügt der Autor »tausend Stücke« zu einer inneren Chronologie. Meinungen und Probleme à la mode zu Dramaturgie und Kritik bleiben am Rand. Ionesco erinnert sich eines Dorfes, eines Sonntags, eines Lehrers, doch nicht um der Erinnerung willen. Er zitiert die Kindheit als eine nicht wiederholbare glückliche Existenz. Vor ihr erhebt sich die mit den Jahren wachsende Erfahrung der Einsamkeit. So wie auf der Bühne Hunger und Durst verhöhnt werden, die Hans zu unruhvoller Wanderschaft treiben, so wie dem sterbenden König der Aufschub versagt bleibt, wird der Autor dieses Tagebuchs von antwortlosen Fragen getrieben und gefangen gehalten. Fragen nach dem Warum und Wozu des Alltags, des Zusammenlebens mit der Gesellschaft und mit sich selbst. Fragen selbst nach der in den Tod mündenden Zeit, nach der zwischen den Worten verrinnenden Wahrheit, nach dem Lebendigen: »Ich habe es nie eingefangen. Es ist, als sei ich neben ihm hergelaufen. « Mit der Besessenheit des isolierten künstlerischen Intellekts trachtet lonesco, die permanente Krise seines Bewußtseins schreibend zu überwinden. Es ist das Bewußtsein eines europäischen Intellektuellen. Es ist widersprüchlich. Es ist naiv. Im unablässigen Versuch, harte und, etwa im Politischen, fragwürdige Gegensätze zur Koexistenz zu zwingen, ist es für die Epoche exemplarisch. Eugène Ionesco wurde 1911 in Slatina, Rumänien, geboren. Seit 1938 lebt er in Paris. Er studierte Philologie, wurde Sprachlehrer, war Kritiker. Mit Gedichten hat lonesco begonnen; den Ruhm brachten ihm seine provozierenden Theaterstücke. 1950 debütierte er mit der ›Kahlen Sängerin‹ am Théâtre des Noctambules in Paris. Knapp ein Jahrzent später - nach der tumultuarischen deutschen Erstaufführung seines Pseudodramas ›Opfer der Pflicht‹ in Darmstadt - beginnt er, das deutsche Publikum zu erobern, dem er, neben Beckett und Adamov, das zeitgenössische absurde Theater repräsentiert, jenes »Kasperltheater der Weltangst«, wie ein Kritiker es nannte.
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