Morgenthaler, Hans,
Das Ende vom Lied. Lyrisches Testament eines Schwindsüchtigen. Bern: Wehrlin, 1930. 18 Blätter mit 4 Originallithographien von Ernst Morgenthaler. Pappband (gebunden). 4to. 277 x 198 mm.
* Jahresgabe der Bernischen Kunstgesellschaft, 1930. - Vorwort : Hugo Marti. Nummer 60 von 500 Exemplaren. - Exlibris des emmentaler Kunstmalers Hans Gartmeier verso Vorsatzblatt. - Etwas gebräunt, Rücken oben ca. 1 cm eingerissen, Vorderdeckel leicht konkav verzogen.
Bestell-Nr.161564
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Das schmale Werk stellt die radikale Auseinandersetzung des Autors mit seinem eigenen Sterben dar. Morgenthaler litt jahrelang an schwerer Lungentuberkulose (der «Schwindsucht») und verfasste diese Texte in dem Wissen, dass sein Ende unmittelbar bevorstand. Das Buch ist geprägt von einem schonungslosen, teils sarkastischen und verzweifelten Tonfall. Berühmt ist der (oft überklebte oder im Titel zitierte) Vierzeiler:
«Ich pfeife nicht / Ich pfeife doch / Ich pfeife aus dem letzten Loch / Und werde nächstens sterben»
Es gilt als eines der erschütterndsten Dokumente der Schweizer Literatur der Zwischenkriegszeit, da es den Prozess des körperlichen Zerfalls ohne religiöse Verklärung oder falsches Pathos beschreibt.
Den Mitgliedern der Bernischen Kunstgesellschaft als Jahresgabe 1930, mit Hilfe von Freunden in der «Futura» von P. Renner in einer Auflage von fünfhundert Exemplaren (No. 1-40 auf Zanders Handbütten, 41-500 auf Zerkalibütten) bei O. Wehrlin in Bern gedruckt, die Originallithographien von Ernst Morgenthaler, Meudon b/Paris, durch Gebrüder Fretz AG. Zürich. Einband von Schumachers Wwe. Bern. Das Vorwort schrieb Hugo Marti Bern. Die Gedichte wählte Frau Marg. Schmid, Bern
No. 60