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La Mettrie .:. Ueber das Glueck

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La Mettrie, Julien Offray de, Über das Glück oder das höchste Gut. ("Anti-Seneca"). Nürnberg 1985.
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Description
La Mettrie, Julien Offray de,
Über das Glück oder das höchste Gut. ("Anti-Seneca"). 1. Auflage. Nürnberg : LSR-Verlag, 1985. XXIX, 161 Seiten mit Register. Broschur. Kleinoktav. 200 g
* LSR-Quellen; 2. - Originaltitel: Anti-Sénèque ou le souverain bien; herausgegeben und eingeleitet von Bernd A. Laska. Aus dem Französischen übersetzt von Bernd A. Laska, unter Mitwirkung von Gertraud Busse
Bestell-Nr.156032 | ISBN: 3-922058-30-2
La Mettrie | Philosophie

Dieses Buch, im Original »Discours sur le bonheur«, ist zwar das Hauptwerk La Mettries, wurde aber bis heute selbst von Spezialisten für die französische Aufklärung nur selten zur Kenntnis genommen -- eine Folge der Stereotypisierung.

La Mettrie war 1748 aus dem sonst sehr liberalen Holland, wo jedoch er wegen des »L'homme machine« an Leib und Leben bedroht war, an den Potsdamer Hof Friedrichs II geflohen, wo er zunächst freudig empfangen, bald aber publizistisch unter Kuratel gestellt wurde. Hier schrieb er, deshalb als Einleitung zu einer Übersetzung von Senecas »De beata vita« getarnt und mit einiger List zum Druck gebracht, sein Hauptwerk. Friedrich, der sich auf seine aufgeklärte, tolerante Haltung viel zugute hielt, liess jedoch dieses Buch - als einziges mit rein philosophischem Inhalt - sofort verbieten. Es war auch dieses Buch, durch das La Mettrie zum intimsten Feind der damaligen Aufklärer wurde. Keiner von ihnen diskutierte seine Philosophie; aber Voltaire nannte ihn einen trunksüchtigen Narren, Holbach einen Wahnsinnigen, Diderot einen in seinen Sitten und Anschauungen Verdorbenen. La Mettrie wurde zur Unperson der Aufklärer und geriet schliesslich, gegen Ende des Jahrhunderts, in Vergessenheit.
La Mettrie vertrat auf eine undogmatische Weise materialistische, atheistische und antiklerikale Ansichten. Diese Position konnten Friedrich und die damaligen französischen Aufklärer noch durchaus tolerieren, ja, einige von ihnen nahmen sie später selber ein. Das für sämtliche damaligen Aufklärer Unerträgliche an La Mettries Position war seine théorie des remords (Lehre vom Schuldgefühl / Über-Ich), die er selbst jedoch als seine einzige originäre Leistung, als Kern seiner Philosophie betrachtete und in diesem Band darlegte. Diese "Lehre" trifft noch heute auf Widerstände, die sich in "Missverständnissen" zeigen: entweder wird La Mettrie zum Bösen ("Nihilist" à la Sade) erklärt oder zum verkannten Guten (Humanitären). Diese Schrift aber zeigt, dass er weder das Eine noch das Andere war.
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