Eckstein-Wolf .:. Zur Darstellung spendender Goetter

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Eckstein-Wolf, Brigitte, Zur Darstellung spendender Götter. Berlin [ca. 1951].
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Eckstein-Wolf, Brigitte,
Zur Darstellung spendender Götter. Berlin: Verlag Gebr. Mann, [ca. 1951]. 75 S. [Text] und 3 Tafeln. Broschur. Grossoktav.
* Sonderabdruck aus den Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts. - Gebräunt, etwas knitterig, 1 Tafel lose.
Bestell-Nr.157597
Eckstein-Wolf | Mythen | Mythologie | Kunstgeschichte | Alte Geschichte | Altertum | Antike | Hellenistik | Phiale

ZUR DARSTELLUNG SPENDENDER GÖTTER (1)
Von BRIGITTE ECKSTEIN-WOLF
Darstellungen von Göttern, die das heilige Gerät des Trankopfers, die Phiale, in der Hand halten, gibt es etwa vom Beginn des 5. Jahrhunderts v. Chr. an die ganze Antike hindurch in großer Anzahl. In einem so langen Zeitraum ist die Bedeutung der Schale in der Hand des Gottes sicher nicht immer die gleiche geblieben. Die vorliegende Untersuchung hat sich — aus Gründen, die in ihrem Verlauf zutage treten werden — nur zu beschäftigen mit dem Zeitraum des ersten Auftretens spendender Götter.
Die Frage nach der Sinndeutung dieser Darstellungen steht in engstem Zusammenhang mit derjenigen, warum ihr Beginn gerade in jene Zeit fällt. Methodisch wird ausgegangen von folgenden Fragestellungen: Wie ordnen sich die zu betrachtenden Darstellungen typologisch in das Bild ein, das uns im ganzen von den einzelnen Göttern vermittelt wird? Bedeuten die Spendebilder je eine Sonderform innerhalb der verschiedenen Darstellungsarten für jeden Gott oder bilden sie alle zusammen den — von verschiedenen Göttern eingenommenen — Spendetyps? Wie verhalten sie sich zu Darstellungen menschlicher Spendeszenen? Gibt es eine inhaltliche Erklärung für sie in der Mythologie oder sonstigen antiken Literatur? Läßt sich in der Kunst der in Frage stehenden Zeit ein entsprechendes Novum aufweisen, das beitragen könnte zur Erhellung des Problems?
Der Tenor aller bisherigen Deutungen (2) ist am prägnantesten zusammengefaßt in A. Furtwänglers Worten (3): „Dies (die Darstellung eines Gottes, der ,in der religiösen Handlung, dem Ausgießen der aztoveril, neben dem Altare` steht) ist eine letzte Konsequenz der Vermenschlichung der Götter ..., es ist ein Resultat der gerade auf jenen Vasen der phidiasischen Epoche stark hervortretenden Neigung, an menschlichen Verhältnissen ausgebildete Typen auf die Götter zu übertragen." — Es gibt Fälle, in denen die ‚Übertragung` eine befriedigende Erklärung abzugeben scheint: Wenn Demeter oder Kora bei der Ausfahrt des Triptolemos die Spende ausgießt, so kann man sich vorstellen, daß hier die göttliche Mutter oder Schwester dasselbe tut wie jede mensch- […]
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1 Die hier wiedergegebenen Ausführungen sind eine Umarbeitung und Verkürzung meiner im Sommer 195o der Philosophischen Fakultät der Universität Freiburg i. Br. vorgelegten Dissertation. Angeregt wurde sie durch Herrn Prof. Schuchhardt, dem ich auch für stete Anteilnahme und Förderung bei ihrer Durchführung zu besonderem Dank verpflichtet bin.
2 Petersen, AEM. 4, 188o, 163. Stephani, CRPetersb. 1873.
3 Furtwängler, AM. 6, 1881, '15 ff. R. Kekule, Hebe 24 ff. J. von Fritze, De libatione veterum Graecorum, Diss. Berlin 1893. E. Buschor, Phidias der Mensch 22. 3 AM. 6, 1881, 117.
MdL 5, 1952 3

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