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Monod .:. Zufall und Notwendigkeit

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Monod, Jacques, Zufall und Notwendigkeit. Philosophische Fragen der modernen Biologie. Zürich [ca. 1973].
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Description
Monod, Jacques,
Zufall und Notwendigkeit. Philosophische Fragen der modernen Biologie. Zürich: Ex Libris, [ca. 1973]. 238 Seiten. Leinen mit Schutzumschlag. 464 g
* Deutsch von Friedrich Griese. Vorwort von Manfred Eigen. Ein grundlegendes Werk über die zwingende Macht der Teleologie nach eingetretenem Zufall. - Gebräunt, Deckel leicht konkav verzogen, Schutzumschlag mit Gebrauchsspuren.
Bestell-Nr.157662
Monod | Philosophie | Biologie

Die Frage, welche Christen und Marxisten gleichermaßen bewegt, ist die Frage nach dem Ursprung und dem Ziel aller Dinge. Die Antwort wird auf verschiedene Weise gegeben. Wo für die Einen der Schöpfergott, seine Schöpfung und deren Vollendung stehen, ist es für den Andern der nicht aufzuhaltende Prozeß der dialektisch verlaufenden Geschichte und Natur, an deren Ende ein irdisches Paradies folgen wird. Diesen in einem letzten Grunde ähnlichen Ansichten stellt der französische Naturwissenschaftler und Nobelpreisträger Monod seine These vom »Zufall und der Notwendigkeit« entgegen.
Monod sieht den Menschen nur als »Gewinn-Nummer« einer gigantischen Lotterie. Der Ursprung aller »Mutationen« ist der Zufall. Liegen neue Strukturen fest, dann vermehren und erhalten sich diese nach dem ihnen einprogrammierten »genetischen Code« mit Notwendigkeit. Daß Leben und Mensch überhaupt entstanden, dafür war die Voraussetzung gleich null. Monod entwickelt auf Grund seiner wissenschaftlich-biologischen Forschungen jedoch nicht nur eine neue Naturbetrachtung, sondern geht, in einem letzten Teil, auch auf den Menschen und sein Sinnsuchen ein. Der Mensch ist bei ihm ohne tiefern Plan in diese Welt gestellt. Das ist als objektive Wahrheit der Wissenschaft einmal zu erkennen, dann aber auch als Wahrheit des Lebens zu übernehmen.
Jeder göttliche oder weltliche »Heilsplan« mit dem Menschen oder der Welt im Ganzen wird rigoros als Unredlichkeit verworfen. Für Monod gibt es nur eine Ethik der Erkenntnis, der Erkenntnis in die Zufälligkeit der notwendig abrollenden Abläufe. Dieses Buch ist für jeden, der gute Kenntnisse in Naturwissenschaft hat und den »letzten Fragen« nachdenkt, eine äußerst anregende Lektüre. Nicht umsonst wurde dieses Buch in Frankreich zum Bestseller.
Inhaltsverzeichnis
VORREDE ZUR DEUTSCHEN AUSGABE
VON MANFRED EIGEN IX
VORWORT

KAPITEL I : Seltsame Objekte 9
Das Natürliche und das Künstliche ( n ) - Die Schwierigkeiten eines Raumfahrtprogramms (13) - Mit einem Projekt ausgestattete Objekte (16) - Maschinen, die sich selbst konstruieren (19) - Maschinen, die sich reproduzieren (20) - Seltsame Eigenschaften: Invarianz und Teleonomie (22) - Das »Paradoxon« der Invarianz (27) - Teleonomie und Objektivitätsgrundsatz (29)

KAPITEL II: Vitalismen und Animismen 33
Das Grunddilemma: die Priorität von Invarianz und Teleonomie (35) - Der metaphysische Vitalismus (38) - Der »wissenschaftliche« Vitalismus (40) - Die »animistische Projektion« und der »Alte Bund« (42) - Der »wissenschaftliche« Fortschrittsglaube (44) - Die animistische Projektion im dialektischen Materialismus (46) - Die Notwendigkeit einer kritischen Erkenntnistheorie (ji) - Der erkenntnistheoretische Zusammenbruch des dialektischen Materialismus ( J I ) - Die anthropozentrische Illusion (j4) - Die Biosphäre: ein einmaliges, aus den ersten Prinzipien nicht ableitbares Ereignis (56)

KAPITEL III: Maxwells Dämonen 59
Die Proteine als molekulare Träger der strukturell-funktionalen Teleonomie (61) - Die Enzym-Proteine als spezifische Katalysatoren (65) - Kovalente und non-kovalente Bindungen (70) - Der Begriff des nonkovalenten stereospezifisdien Komplexes (74) - Maxwells Dämonen (76)

KAPITEL IV: Mikroskopische Kybernetik 79
Funktionale Kohärenz der Zellmaschinerie (81) — Regelungs-Proteine und die Logik der Regelung (82) - Der Mechanismus der allosterisdien Wechselwirkungen (88) — Die Regelung der Enzymsynthese (93) - Der Begriff der Zwangsfreiheit (97) - Holismus und Reduktionismus (100)

KAPITEL V: Molekulare Ontogenese 103
Die spontane Assoziation der Untereinheiten in den oligomeren Proteinen (107) - Die spontane Strukturation komplexer Partikel (109) - Mikroskopische und makroskopische Morphogenese ( i n ) - Primärstruktur und globuläre Struktur der Proteine (114) - Die Bildung der globulären Strukturen (116) - Das falsche Paradoxon der epigenetischen »Bereicherung« (118) — Die ultima ratio der teleonomischen Strukturen (120) - Die Interpretation der Botschaft (122)

KAPITEL VI: Invarianz und Störungen 125
Piaton und Heraklit (127) - Die anatomischen Invarianten (129) - Die chemischen Invarianten (131) - Die DNS als grundlegende Invariante (132) - Die Übersetzung des Code (136) - Die Irreversibilität der Obersetzung (138) - Mikroskopische Störungen (140) - Operationale und essentielle Unbestimmtheit (142) - Die Evolution: eine absolute Schöpfung und keine Offenbarung (145)

KAPITEL VII : Evolution 147
Zufall und Notwendigkeit (149) - Die Unermeßlichkeit des Zufalls (iji) - Das »Paradoxon« der Stabilität der Arten (152) - Die Irreversibilität der Evolution und der Zweite Hauptsatz (154) ~~ Die Herkunft der Antikörper (155) - Das Verhalten als Selektionsfaktor (IJ6) - Die Sprache und die Evolution des Menschen (160) - Der ursprüngliche Spracherwerb (16$) - Der Spracherwerb ist in der epigenetischen Entwicklung des Gehirns programmiert (166)

KAPITEL VIII : Die Grenzen 169
Die heutigen Grenzen der biologischen Erkenntnis (171) - Das Ursprungsproblem (173) - Der rätselhafte Ursprung des Code (176) - Die andere Grenze: das Zentralnervensystem (179) - Die Funktionen des Zentralnervensystems (182) - Die Auflösung der sensorischen Eindrücke (184) - Der Empirismus und das Angeborene (186) - Die Simulationsfunktion (189) - Die Illusion des Dualismus und die Erfahrung des Geistes (193)

KAPITEL IX: Das Reich und die Finsternis 195
Der Selektionsdruck in der Evolution des Menschen (197) - Die Gefahr der genetischen Entartung in der modernen Gesellschaft (200) - Die Selektion der Ideen (202) - Das Erklärungsbedürfnis (204) — Mythische und metaphysische 'Ontogenien (205) - Die Aufhebung des »Alten« animistischen »Bundes« und die geistige Not der Neuzeit (207) - Die Wertvorstellungen und die Erkenntnis (211) - Die Ethik der Erkenntnis (215) - Die Ethik der Erkenntnis und das sozialistische Ideal (218)

A N H A N G 221
I. Die Struktur der Proteine 223
II. Die Nukleinsäuren 227
III. Der genetische Code 231
IV. Über die Bedeutung des Zweiten Hauptsatzes der Thermodynamik 236

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