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Gregor von Tours .:. Zehn Buecher Geschichten

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Gregor von Tours, Zehn Bücher Geschichten. Darmstadt 1964-1967.
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Gregor von Tours,
Zehn Bücher Geschichten. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 1964-1967. 2 Bände, L, 381 und 476 Seiten mit Register. Leinen. Grossoktav.
* Ausgewählte Quellen zur deutschen Geschichte des Mittelalters; 2 und 3. - Historiarum libri decem. Auf Grund der Übersetzung W. Giesebrechts neubearbeitet von Rudolf Buchner. 1. Buch 1 - 5. 1967. 2. Buch 6-10. 1964. Rückentitel: Gregor von Tours / Fränkische Geschichte
Bestell-Nr.155086
Gregor von Tours | Frankreich | Alte Geschichte | Altertum | Antike | Spaetantike | Mittelalter | Mediaevistik | Fruehmittelalter | Christentum | Theologie

INHALTSÜBERSICHT ZUR EINLEITUNG
1 Gregors Geschichtenbuch und die deutsche Geschichte VII
2 Gregors Leben VIII
3 Gregors Gesichtskreis XI
4 Gregors geistige Welt XV
5 Gregor als Geschichtsschreiber XX
6 Entstehungsgeschichte und -zeit von Gregors Geschichtenbüchern XX
7 Gregors Quellen XXV
8 Der Quellenwert von Gregors Geschichtenbüchern XXX
9 Die Handschriften und ihr Stammbaum XXXIII
10 Gregors Sprache XXXVI
11 Gregors Bildung XLIII
12 Anlage und äußere Einrichtung dieser Ausgabe XLV
Die wichtigste Literatur über Gregor von Tours XLIX
Das Hauptwerk Gregors stellen die Zehn Bücher Geschichten (Decem libri historiarum) dar, die in der Forschung gewöhnlich kurz als Historiae („Historien“) oder, allerdings irreführend, Historia Francorum („Geschichte der Franken“) bezeichnet werden. Ein Original aus Gregors Hand existiert nicht mehr, doch ist das umfangreiche Werk in mehr als 50 mittelalterlichen Handschriften überliefert. Die ältesten darunter stammen aus dem 7. Jahrhundert, sind jedoch unvollständig und fehlerhaft. Verlässlichere Handschriften stammen aus dem 11. Jahrhundert.
Es handelt sich um eine christliche Universalgeschichte in spätantiker Tradition. Gregors Absicht war es, die Geschichte der Gesamtkirche aus eschatologischer Sicht darzustellen, von der Erschaffung der Welt bis zu den fränkischen Königen des 6. Jahrhunderts. Das erste Buch schildert die Zeit bis zum Tod des heiligen Martin von Tours (397), das zweite beschreibt die Zeit der ersten Merowinger bis zum Tod König Chlodwigs I. Mit dem vierten Buch erreicht Gregor seine eigene Zeit; es endet mit der Ermordung König Sigiberts I. Die restlichen sechs Bücher behandeln die weitere Zeitgeschichte bis in den Sommer 591. An den Schluss stellt Gregor eine Autobiographie mit einem Verzeichnis seiner Werke. Die Historiae wurden sukzessiv verfasst: Die ersten vier Bücher verfasste Gregor um oder kurz nach 575 (wenngleich sie später wohl noch einmal überarbeitet wurden), die restlichen sechs Bücher folgten dann später. Alexander Callander Murray geht hingegen neuerdings abweichend davon aus, die Historien seien nach 585 entstanden.
Gregor verbindet in seiner Darstellung – genau wie sein griechischer Zeitgenosse Euagrios Scholastikos – kirchliche und weltliche Geschichtsschreibung. Er sieht die Franken in der Nachfolge der Römer, beschönigt aber nicht die teils katastrophalen Zustände in ihrem regnum (Gregor, Historien IV 50). Das Werk liefert nicht nur Informationen über die Franken, etwa über ihren angeblichen Ursprung (siehe Origo gentis), sondern ist breit angelegt. Aufgrund seines zentralen Themas wird es dennoch, wie gesagt, oft als Geschichte der Franken (Historia Francorum) bezeichnet, was aber dem Anliegen Gregors nicht gerecht wird; die neuere Forschung betont den universalen Charakter der Schrift. Gregor geht sogar auf Ereignisse im fernen Orient, an der Ostgrenze des geschrumpften Imperium Romanum, ein, etwa auf die Plünderung Antiochias durch die Perser im Jahr 540 oder den Ausbruch eines neuen Perserkriegs 572 (Gregor, Historien IV 40). Der oströmische Kaiser gilt ihm noch immer als Oberherr und wird als dominus noster bezeichnet, und insbesondere über Ereignisse am Hof von Justin II. und Tiberius Constantinus zeigt sich Gregor gut informiert.
Zu Gregors Quellen gehörten neben der lateinischen Bibel (Vulgata) unter anderem Orosius, Avitus von Vienne und Sidonius Apollinaris. Gregor benutzte auch heute verlorene Quellen, so etwa Annalen (wie die sogenannten Annalen von Angers) sowie das Geschichtswerk des Sulpicius Alexander und das des Renatus Profuturus Frigeridus. Oft nennt er seine Quellen oder zitiert Dokumente. Nicht zuletzt wegen der Stoffmenge ist das Werk unersetzlich und stellt bei allen Problemen die Hauptquelle für das spätantike Gallien und die frühe Merowingerzeit dar.
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