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Bussmann / Zingg .:. Onkel Jodoks Enkel

157857
Bussmann, Rudolf und Martin Zingg [Hrsg.], Onkel Jodoks Enkel. die Literatur und ihre Schweiz. Basel 1988.
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Description
Bussmann, Rudolf und Martin Zingg [Hrsg.],
Onkel Jodoks Enkel. die Literatur und ihre Schweiz. Basel : Lenos-Verlag, 1988. 213 Seiten mit Abbildungen. Broschur.
* drehpunkt 71/72. - 20 Jahre "Drehpunkt" - eine Jubiläumsnummer. Mit 12 Radierungen von Ueli Kaufmann. - Leicht gebräunt.
Bestell-Nr.157857 | ISBN: 3-85787-177-6 | 978-3-85787-177-1
Bussmann Zingg | Helvetica | Schweiz | Schweizer Literatur | Anthologien

Liebe Leserin, lieber Leser
Mit dieser Doppelnummer, der bisher umfangreichsten Ausgabe dieser Zeitschrift, wird der „drehpunkt" 20 Jahre alt.
Für eine Literaturzeitschrift ist das ein respektables Alter, und es versteht sich, dass wir diesen Anlass gebührend feiern wollen. Eine Literaturzeitschrift, das wissen wir natürlich, feiert sich selbst wohl am besten, indem sie „weitermacht". Das wird sie, selbstverständlich, das werden wir Herausgeber tun: weitermachen. Aber wir wollten auch gerne über diese runde Zahl 20 stolpern und einen Halt einlegen, etwas wie eine Zwischenbilanz wagen.
Das Ergebnis halten Sie in Händen.
Wir haben eine Reihe von Autorinnen und Autoren dazu eingeladen, die vergangenen 20 Jahre daraufhin durchzumustern, was ihnen darin wichtig war oder wichtig geworden ist, was ihnen gefehlt hat — weil es abhanden gekommen oder noch nicht eingetroffen ist —, kurz: was nicht vergessen werden darf.
20 Jahre sind es, die uns von 1968 (oder: „1968") trennen. Es brauchte aber keine Wehmut im Spiel zu sein, keiner dieser nostalgischen Blicke in den Rückspiegel, der die Sicht nach vorn verdeckt, gefragt war nicht die Remiszenzenseligkeit der frühen Memoiren —
Die Einladung war also offen. Sie war so elastisch, so weiträumig, wie Erwartungen an Literatur sein müssen, wenn sie nicht von vornherein enttäuscht werden wollen. Was Sie auf den folgenden Seiten lesen können, zeigt denn auch eine Vielfalt von Stimmen, Tonarten, Temperamenten, Themen. Unter einen Hut lassen sich diese zum Glück nicht bringen, und selbst wenn wir die Autorinnen und Autoren zur Nachkommenschaft des legendären Onkels Jodok gruppiert haben, ist es ein lockeres Band, das sie zusammenhält.
Was nicht vergessen werden darf: das meint hier vieles. Erinnert wird an Autoren, an Rolf Dieter Brinkmann und Peter Lehner, erinnert wird aber auch, zum Beispiel, an die gegenwärtige Flüchtlingspolitik (welche wiederum an eine andere erinnert, eine frühere); in einigen Texten dokumentieren Autorinnen und Autoren Stationen ihrer literarischen Entwicklung; in anderen Texten loten die Verfasserinnen und Verfasser ihren gegenwärtigen Standort aus.
Neben Fertigem auch das Tastende, Suchende, Vorläufige zu präsentieren: darin liegt ja eine der wichtigsten Aufgaben und Möglichkeiten von literarischen Zeitschriften. Hier, zwischen Manuskript und festen Buchdeckeln, bieten sich Freiräume. Die (noch) nicht abgeschlossenen Texte brauchen darum nicht weniger verbindlich zu sein; verbindlich sind sie ja nicht zuletzt auch durch ihre Scheu vor dem letzten Wort.
Einer schnellen Formel werden sich die hier versammelten Erzählungen, Romanauszüge, Skizzen, Gedichte, Szenen und Essays nicht fügen. Sie verlangen eine aufmerksame Lektüre, und sie sind in ihrer Summe die schönste Aufforderung an den 20 Jahre alten „drehpunkt" — weiterzumachen. Und an Sie, liebe Leserin, lieber Leser: weiterzulesen.
Ueli Kaufmann hat eigens für diese Nummer eine Serie von Radierungen geschaffen. Von unseren Gepflogenheiten abweichend, fehlen für einmal Rezensionen und bibliographische Angaben zu Neuerscheinungen. Für Ihre Neugier und Ihre Treue danken
die Herausgeber Rudolf Bussmann und Martin Zingg
Inhalt
Liebe Leserin, lieber Leser 7
Noch immer nicht bei Ringier
Heinz F. Schafroth, Noch immer nicht bei Ringier 11
Rudolf Bussmann, Es sassen im Saal einige Leute 16
Dutschke ist nicht gekommen
Linus Reichlin, Dutschke ist nicht gekommen 35
Franz Hohler, Private Weltgeschichte 40
Urs Widmer, Am Toten Meer 41
Jörg Steiner, Bela Lugosi ist tot 47
Hanna Johansen, Warum wird es so dunkel? 51
Jürg Laederach, Die Schweiz als Dramolett 60
Christoph Geiser, Dämmerung 63
Hugo Loetscher, Anlass und Ironie 70
Klaus Merz, Das A bis D vom Reisen 76
Guido Bachmann, Der Engel der Vergangenheit 78
Monique Laederach, La langue la langue 84
Marcel Konrad, Aufs neue 88
Werner Schmidli, Von Sommer zu Sommer in meiner Nähe 90
Jürgen Theobaldy, Herumgekommen 100
Jürg Schubiger, Gedichte 109
Peter Burri, Kein Bad ist imstande, ein Kind auszuschütten 110
Ilma Rakusa, Vergessen warten 123
Werner Lutz, Wetterberichte und Landschaften 126
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