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Rakusa .:. Dostojewskij in der Schweiz

158740
Rakusa, Ilma [Hrsg.], Dostojewskij in der Schweiz. Ein Reader. Frankfurt am Main 1981.
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Rakusa, Ilma [Hrsg.],
Dostojewskij in der Schweiz. Ein Reader. 1. Auflage. Frankfurt am Main : Insel-Verlag, 1981. 347 Seiten mit Abbildungen, Literaturverzeichnis und Register. Leinen mit Schutzumschlag. 204 x 125 mm.
* Unter Mitwirkung von Felix Philipp Ingold. Mit 49 ganzseitigen Tafeln. - schwache Gebrauchsspuren.
Bestell-Nr.158740 | ISBN: 3-458-04841-3 | 978-3-458-04841-1
Rakusa | Biographien Literatur | Literaturgeschichte | Sekundaerliteratur | Dostoevski | Dostojewski Fedor | Dostojewski

Wie zahlreiche seiner russischen Zeitgenossen hat sich auch Fjodor Michajlowitsch Dostojewskij mehrfach in der Schweiz aufgehalten. Nach zwei kurzen Besuchen in den Jahren 1862 und 1863 reiste Dostojewskij — nunmehr als Emigrant und für längere Zeit — 1867 erneut in die Schweiz, um sich seinen Gläubigern zu entziehen und um die »Zerrüttung der Nerven und des Gehirns«, die er immer deutlicher »zu fühlen und zu erkennen« glaubte, gründlich auszuheilen.
Ein Jahr lang weilte er mit seiner zweiten Frau, Anna Grigorjewna, die ihm als Sekretärin zur Seite stand, in der Westschweiz, zunächst in Genf, später in Vevey, wo er große Teile seines Romans Der Idiot niederschrieb, der ihm trotz ständigen Zeitdrucks »unbedingt sehr gut geraten« sollte. — In Genf pflegte Dostojewskij mit dem exilrussischen Emigranten Nikolaj Ogarjow freundschaftliche Kontakte und verfolgte aus nächster Nähe die Aktivitäten rund um den von Garibaldi und Bakunin dominierten europäischen Friedenskongreß (September 1867), dessen sozialistische Zielsetzungen ihm suspekt erschienen. Von Genf aus unternahm er aber auch — in der Hoffnung, sich materiell sanieren zu können — seine Abstecher nach SaxonlesBains, um im dortigen Spielkasino beim Roulette sein Glück zu versuchen.
Jedoch hat. Dostojewskij in der Schweiz weder materielles noch familiäres Glück gefunden: In Genf starb im Mai 1868, kurz nach der Geburt, sein erstes Kind, die Tochter Sonja; in Saxon verspielte er mehrmals seine gesamten Vorschußhonorare; überdies vermochte er sich im calvinistischen Genf, dessen Bewohner für ihn zum Inbegriff und Schreckbild des westlichen Spießers wurden, in keiner Weise zu akklimatisieren. — »Wie kann man überhaupt das Leben im Auslande er. tragen?« fragt sich Dostojeivskij (am 16.128: August 1867) in einem Brief an Apollon Majkow: »Bei Gott, ohne die Heimat ist es eine. Queill Ich kann noch verstehen, daß man für ein halbes. Jahr, sogar für ein ganzes, Jahr ins Ausland geht.' Doch so zu reisen wie ich, ohne zu wissen und zu ahnen, wann man wieder zurückkehrt, ist sehr sdiwer ... Ich brauche Rußland für meine Arbeit, für mein Dichten (ich spreche gar nicht vom übrigen Leben) ...« Die Trennung von Rußland hat seine antiwestliche und antirationalistische »russische Idee« endgültig konsolidiert.
Die in der Schweiz vollzogene Wende soll mit dem vorliegenden Band in Wort und Bild umfassend dokumentiert werden. Der von den Herausgebern zusammengestellte Reader enthält — zum Teil in deutscher Erstübersetzung — eine repräsentative Auswahl aus Dostojewskijs Schweizer Briefen sowie aus den Erinnerungen und dem Genfer Tagebuch von Dostojewskijs Frau. Die dokumentarischen Texte *erden ergänzt durch der Schweiz gewidmete oder indirekt auf die Schweiz bezogene Passagen aus dem literarischen Werk Dostojewskijs. Dem Textteil sind eine Bilddokumentation (mit unveröffentlichten Materialien aus Schweizer Archiven), eine werkbiographische Chronologie und ein Itinerar zu Dostojewskijs Schweizer Reisen beigegeben. In einem einleitenden Essay analysiert Ilma Rakusa die von ihr unter Mitarbeit von Felix Philipp Ingold zusammengetragenen Text- und Bilddokumente.
INHALTSÜBERSICHT
Einleitung 9
I Dokumente 47
II Texte 289
III Album zwischen 324/325
Anhang 325
Register 340
Inhaltsverzeichnis 349
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