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Seidel .:. Sozialdemokratie und staatsbuergerliche Erziehung

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Seidel, Robert, Sozialdemokratie und staatsbürgerliche Erziehung oder Staatsbürger, Weltbürger und Mensch. Geschichtlich, systematisch, kritisch. Zürich 1918.
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Description
Seidel, Robert,
Sozialdemokratie und staatsbürgerliche Erziehung oder Staatsbürger, Weltbürger und Mensch. Geschichtlich, systematisch, kritisch. 3. Auflage. Zürich: Buchdruckerei des Schweizerischen Grütlivereins, 1918. XVI, 160 Seiten, Fraktursatz. Privater Halbleinenband mit aufgeklebtem Rückentitel "Sammelband No. 3 No. 49". 204 x 137 mm. 448 g
* Angebunden: 1. Der Grosskampf im Baseler Holz- und Zimmergewerbe 1923 mit 5 Abbildungen. Herausgegeben vom Bau- und Holzarbeiterverband der Schweiz 1923. 56 Seiten, Fraktursatz. 2. Zur Volksabstimmung vom 23. Oktober 1910 über den Nationalratsproporz. Herausgegeben vom Schweiz. Aktionskommitee für den Nationalratsproporz. Ohne Jahr. 23 Seiten. 3. Vorschriften des Bundes über die Arbeit in den Fabriken . Herausgegeben von der schweizerischen Bundeskanzlei 1919. Bern, Stämpfli. 112 Seiten. - Verschiedene Bibliotheksstempel und eingeklebte Bibliothekszette, stellenweise etwas stockfleckig. Deckel leicht konkav verzogen.
Bestell-Nr.161731
Seidel | Helvetica | Schweiz | Sozialdemokratie

Robert Seidel(1850–1933) war eine zentrale, aber umstrittene Figur der Schweizer Arbeiterbewegung und Sozialpädagoge. Nach einer Lehre als Tuchmacher und Tätigkeit als Weber in Sachsen floh er 1870 aus politischen Gründen nach Zürich und wurde aktives Mitglied der Sozialdemokratie.

Seine Karriere verlief parallel in zwei Bereichen:
Politik und Journalismus:Er war langjähriger Redaktor wichtiger sozialdemokratischer Publikationen (u.a. «Arbeiterstimme», «Volksrecht»), vertrat die SP im Zürcher Stadtrat, Kantonsrat und im Nationalrat und gehörte in den 1890er Jahren zum linken Flügel der Bewegung.
Pädagogik und Wissenschaft:Ab 1880 war er als Lehrer tätig und wurde später Privatdozent an der ETH Zürich und der Universität Zürich. Er setzte sich als Pädagoge für die «Arbeitsschule» ein.

Später näherte er sich dem Grütliverein und geriet während des Ersten Weltkriegs in Konflikt mit seiner eigenen Partei. Seidel veröffentlichte zudem zahlreiche sozialpolitische Schriften (teilweise unter dem Pseudonym A.B.C.) sowie Gedichte im Stil der Kampfpoesie.

Historisches Lexikon der Schweiz (HLS)ext_link.jpg
Der Grosse Streik im Baseler Holz- und Zimmergewerbe von 1923 markiert einen der intensivsten Arbeitskonflikte in der Schweizer Zwischenkriegszeit. Ausgelöst wurde die Auseinandersetzung durch drastische Lohnkürzungen der Arbeitgeber, die im wirtschaftlich instabilen Umfeld der frühen 1920er-Jahre ihre Kosten senken wollten. Die Gewerkschaften reagierten darauf mit einem massiven Arbeitskampf, der von Februar bis Mai 1923 dauerte.

Besonders bedeutsam war der Konflikt aufgrund der harten Fronten: Die Arbeitgeber versuchten, den Streik durch den Einsatz von Streikbrechern und Aussperrungen zu brechen, während die Arbeitnehmerschaft eine bemerkenswerte Solidarität zeigte. Die Baseler Holzarbeiter erhielten dabei breite Unterstützung aus der restlichen Arbeiterschaft, da der Ausgang des Streiks als Signalwirkung für andere Branchen gewertet wurde.

Nach monatelangen Verhandlungen und öffentlichem Druck endete der Konflikt schliesslich mit einem Kompromiss. Zwar konnten die Lohnkürzungen nicht vollständig abgewendet werden, doch erreichten die Gewerkschaften Teilerfolge bei den Arbeitsbedingungen und sicherten die Anerkennung kollektivvertraglicher Strukturen. Der Streik ging als Beispiel für die Widerstandsfähigkeit der organisierten Arbeiterschaft in die Baseler Sozialgeschichte ein.
Die eidgenössische Volksabstimmung vom 23. Oktober 1910 markierte einen entscheidenden Moment im langjährigen Ringen um die Einführung des Proporzwahlrechts (Verhältniswahlverfahren) für den Nationalrat in der Schweiz. Bis dahin wurde der Nationalrat nach dem Majorzwahlrecht (Mehrheitswahlverfahren) gewählt, was die damals dominierende Freisinnig-Demokratische Partei (FDP) massiv begünstigte.

Kontext und Initiatoren
Die Initiative wurde von einer ungewöhnlichen Allianz aus den katholisch-konservativen Kräften, der Sozialdemokratischen Partei (SP) und verschiedenen kleineren Gruppierungen getragen. Diese fühlten sich durch das Majorzsystem benachteiligt, da es kleinere Parteien oft komplett von der Repräsentation ausschloss oder ihre Sitzzahl im Verhältnis zum Stimmenanteil drastisch reduzierte.

Das Abstimmungsergebnis
Obwohl die Initiative eine Mehrheit der Stände (Kantone) für sich gewinnen konnte – 12 Standesstimmen sprachen sich dafür aus –, scheiterte sie knapp am Volksmehr.

Auffällig war der starke Gegensatz zwischen den Sprachregionen und Konfessionen. Während die Westschweiz und die freisinnigen Hochburgen das Vorhaben ablehnten, fand der Proporz in den katholischen Kantonen der Innerschweiz und bei der städtischen Arbeiterschaft grossen Rückhalt.
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