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Cronache di design/ 2 .:. Roberto de Luca.

153392
Gunten, Wilfried von [cur.], Roberto de Luca. Genova 2009.
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Description
Gunten, Wilfried von [cur.],
Roberto de Luca. Genova: De Ferrari, 2009. 50 Seiten mit Abbildungen. Kartoniert.
* Cronache di design; 2. - Deutsch und italienisch
Bestell-Nr.153392 | ISBN: 8864050353 | 978-88-6405-035-5
Cronache di design; 2 | Kunstausstellung | Ausstellungskatalog | Roberto de Luca | Photographie | Fotografie

Vorwort
Der gebürtige Italiener Roberto de Luca ist stets auf der Suche nach neuen Themen, die ihn in der Folge monatelang beschäftigen und die er schliesslich künstlerisch verarbeitet. Sie kreisen hauptsächlich um den Menschen, sei es im existentiellen, politischen, oder wirtschaftlichen Kontext. Ein besonderes Anliegen ist ihm das Aufdecken, das Hinweisen auf die Gefahren des kapitalistischen Konsums, der das Individuum schrittweise in seiner Handlungsfreiheit mit den verschiedensten Mitteln einzuschränken versucht. Des Weiteren untersucht der Künstler die heute im Zuge des Kapitalismus noch verfügbare künstlerische Handlungsfreiheit im öffentlichen und privaten Raum. Was versteht man unter Privatbesitz? Wie geht die Gesellschaft damit um? Wie äussert sich dieser im Alltag? Wo verwischen sich die Grenzen? Mit den Fotoserien Paraventi, Casa per tutti und den Lichtboxen Konsumieren versucht Roberto de Luca eine Antwort darauf zu finden.
Seine "Objet trouvés" hat der Duchamp-Anhänger während einem Ferienaufenthalt auf den Nordseeinseln Rügen und Usedom gefunden. Dies ist etwas paradox, denn Rügen ist kein banaler Ort, berücksichtigt man das unter Caspar David Friedrich berühmt gewordene Bild Kreidefelsen auf Rügen von 1818. Offenbar wirkt die deutsche Romantik bis in die Gegenwart, handelt es sich hier doch "noch" um einen von Touristen inspirierten Schauplatz, eine Art Off-Space mit kunstvoll arrangierten provisorischen Paraventi. Ihre kurzfristige Daseins-Berechtigung scheint einzig und allein im Praktischen wie Nützlichen begründet zu sein und reflektiert damit ein grundlegendes menschliches Schutzbedürfnis.
Die Fotoserie Casa per tutti greift dieselbe, zuletzt erwähnte Thematik auf, jedoch in einem anderen Kontext. Die Stempelaufschrift "Haus für alle" hat keinen ästhetischen, sondern einen betrügerischen Ansatz. Zielpublikum sind auszubeutende Immigranten, die mit leeren Versprechungen übers Ohr gehauen werden. Für Roberto de Luca war dies Anlass genug, den Ferrari-roten Schriftzug jenseits der Touristenzone Veronas weiter zu verfolgen und fotografisch zu dokumentieren. Indem er diesen aus der Um-gebung Veronas in die Ausstellungsräume transferiert, nivelliert er dessen negativ konnotierte Aussage und appelliert damit auf ein humanitäres Grundbedürfnis, auf das Recht, ein "eigenes" zu Hause zu beanspruchen.
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