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Baumann / Wagner .:. Eugene Delacroix

153786
Baumann, Felix und Hugo Wagner [Hrsg.], Eugène Delacroix. Bern 1964.
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Description
Baumann, Felix und Hugo Wagner [Hrsg.],
Eugène Delacroix. Bern: Kunstmuseum, 1964. 65 Bl., 31 Seiten Abbildungen. Kartoniert. Grossoktav. 373 g
* Ausstellung 16. Nov. 1963-19. Jan. 1964. - Schwache Gebrauchsspuren, leicht bestossen und gebräunt.
Bestell-Nr.153786
Baumann Wagner | Kunstausstellung | Ausstellungskatalog | Eugene Delacroix

VORWORT Das Berner Kunstmuseum reiht sich mit seiner Ausstellung an die Würdigungen, die Frankreich zum 1 oo. Todestag des Künstlers in diesem Jahr durchgeführt hat. Für Bern war bereits 1961 eine Ausstellung Euüne Delacroix geplant gewesen, und die Vorbereitungen waren schon begonnen worden, als Rene Huyghe, der Präsident des Organisationskomitees für die Veranstaltungen im Gedenkjahr, in freundschaftlicher Weise darum bat, das Berner Vorhaben bis nach der Schau im Louvre zu verschieben. Die Association Franpise d'Action Artistique, mit deren Hilfe wir 1959 die Darbietung der Malerei des Grand Si&le durchführten, hatte uns für eine DelacroixAusstellung erneut ihre Unterstützung gewährt, die nun auf das Jahr 1963 zugesichert wurde. Herrn Direktor Philippe Erlanger sprechen wir an erster Stelle unseren allerbesten Dank aus. S. E., der französische Botschafter in Bern, Philippe Baudet, dessen Anteilnahme am Berner Kunstmuseum wir nicht weniger dankbar anerkennen, bemühte sich persönlich und in Paris selber um die kompliziert gewordenen Verhandlungen. Die organisatorischen Arbeiten für die Leihgaben aus französischem Besitz führte Francis Gobin, der erfahrene Mitarbeiter von Herrn Erlanger durch; wir sind ihm für seine tatkräftige Erledigung der vielen Geschäfte und manchen wertvollen Ratschlag verpflichtet.

Aus der grossartigen Gedenkschau in der Grande Galerie des Louvre trafen wir eine Auswahl von Werken, die für Bern zu erhalten die Möglichkeit bestand : die mächtigen Kompositionen schieden von vorneherein aus, leider auch die Bilder und Blätter aus der Schenkung MoreauNelaton, deren Besitz nicht aus dem Louvre entfernt werden darf, und auch von Privatbesitz musste von Anfang an verschiedenes als unerhältlich betrachtet werden. Auf die Beiträge aus England, Übersee und Russland wurde aus finanziellen Gründen verzichtet. Dagegen blieben unsere Anstrengungen nicht erfolglos, Werke zu zeigen, die in Paris nicht zu sehen waren: aus Bordeaux, wo eine andere Darbietung vom Schaffen des Künstlers stattgefunden hat, aus französischen, deutschen und — wieder einmal mehr — aus den schweizerischen Sammlungen. Diese neu dazu gekommenen Bilder machen nahezu die Hälfte des Ausstellungsgutes aus — künstlerisch liegt freilich das Schwergewicht auf dem Teil, der in Paris zu sehen gewesen ist. Eine wesentliche Veränderung erfuhr die Abteilung der Aquarelle und Zeichnungen, die wir unabhängig von den Gemälden um ihres eigenen Wertes willen auswählten und der Betrachtung darbieten. Gegenüber der interessanten Schau der Bibliotheque Nationale Delacroix et l'Acole romantique zeigen wir das graphische Werk ohne die Beziehung zu den Zeitgenossen, dafür aber nicht bloss in Auswahl, sondern nahezu vollständig.

Die Veranstalter sind sich bewusst, dass ihre Absichten wie bei der Mehrzahl der Ausstellungen sich nur teilweise verwirklichen liessen. Aber das Schaffen von Delacroix hat die Besonderheit, dass die künstlerische Persönlichkeit in jedem Werk gleichnishaft lässt sich sagen in jedem Strich ganz zur Erscheinung kommt. In der geschichtlichen Betrachtung steht Delacroix da als der letzte die Gesamtheit der Welt umfassende Maler Sinne und Geist, Mensch und Natur, Vergangenheit und Gegenwart, Geschichte und Mythos lagen in ihm jederzeit zur Wiedergabe im Kunstwerk bereit. Wenn seine Technik der Degradation (des abgestuften Farbauftrages) und der Komplementären in mancher Hinsicht die moderne Entwicklung vorbereitet, haben doch diejenigen, die ihm nachfolgten mit dem weltweiten Gehalt seines Werkes verglichen sich auf einzelne Probleme und Aufgaben beschränkt. So sind wir der Meinung, auch in der Berner Veranstaltung käme menschliche Lehre und dichterische Kraft, das Einmalige der Persönlichkeit und ihre Stellung im geschichtlichen Ablauf voll und ganz zur Erscheinung.

Weitere wertvolle Unterstützung erfuhren wir von den Freunden unseres Hauses, denen wir seit Jahren aus mancher schönen Zusammenarbeit verbunden sind: In Paris Alfred und Jacques Daber, Paul und Philippe Brame, in der Schweiz Fritz und Peter Nathan, Marianne Feilchenfeldt, Willy Raeber, Lucas Lichtenhan und Franpis Daulte. Roland Donnet hat wiederum seine wertvolle Vermittlertätigkeit ausgeübt. Allen Leihgebern, die durch ihre Mithilfe die Ausstellung ermöglicht haben, sprechen wir unseren aufrichtigen Dank aus. Meine persönliche Verbundenheit gilt Hugo Wagner, in dessen Umsicht und Sorgfalt die Erfüllung dieses langgehegten Wunsches lag.
Max Huggler
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