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Vogel, Hannes, N-M-D. Niklaus Manuel Deutsch Nicht Marcel Duchamp. Entstehungsgeschichte eines Objekts. Bern 1987.
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Vogel, Hannes,
N-M-D. Niklaus Manuel Deutsch Nicht Marcel Duchamp. Entstehungsgeschichte eines Objekts. Bern: Kunstmuseum, 1987. 40 Seiten mit Abbildungen. Kartoniert. 4to. 270 x 210 mm. 229 g
* Jahresgabe der Bernischen Kunstgesellschaft 1987. Anmerkungen von Hans Christoph von Tavel. - Schwacher Knick im unteren Viertel des Rückens.
Bestell-Nr.157957
Vogel | Kunst | Niklaus Manuel Deutsch

1980: Projekt für die Ausstellung 'Vor dem Abbruch'. Anlässlich der Begehung der Räumlichkeiten darf ich die Altarflügel des Niklaus Manuel besichtigen, die eben für den Abtransport bereit gemacht werden. Ich entschliesse mich, eine Arbeit zur Präsenz des verschollenen Mittelteils zu machen. Ich will einerseits versuchen, etwas über diesen Mittelteil, über das Fehlende, zu erfahren (über die Orte, nicht über die Inhalte - also nicht, ob zum Beispiel Christi Geburt oder Kreuzigung dargestellt, sondern wo der Kopf von Jesus gewesen war), andererseits will ich eine Zeitbrücke schaffen von Niklaus Manuels Arbeit von 1515 zum Abbruch und damit zum Wegzug dieser Altarflügel aus dem Museum, weiter zu ihrer Rückkehr anlässlich der Neueröffnung bis hin zu meiner Arbeit, die sich noch auf Niklaus Manuel bezieht, aber als Installation unserer Gegenwart verpflichtet ist. Im Katalog zur Ausstellung 'Vor dem Abbruch' steht: "In einer ersten Phase habe ich versucht, anhand der Seitenflügel die Orte (Kraftfelder der Komposition) zu finden. Ich bin von der Vorstellung ausgegangen, dass die Vision dem zentralsten Geschehen im Mittelteil zugeordnet sein muss, genau so wie im Eligiusflügel dem 'roten' Eligius (Rubedo) die weiteste Aussicht, dem 'weissen' Gesellen (Albedo) der Berg und dem 'schwarzen' Gesellen (Nigredo) die Werkstatt zugeordnet sind. 12 Blätter berichten über diese Arbeit...". Diese 12 Blätter sind auf den folgenden Seiten abgebildet. Bildbetrachtung als Akt des Bildschaffens, der Bilder in uns. Dieses Ausloten von Bildinformationen ist teilweise auch durch Infrarotaufnahmen bestätigt worden. Zum Beispiel hat sich die unnatürlich strenge Falte im Kleid des Eligius als Übermalung eines natürlichen Faltenwurfs, also als bewusster Akt, herausgestellt. Ebenso ist durch die Infrarot-Untersuchung ein nur als Entwurf vorhandener, also auf dem Altarbild nicht sichtbarer Zirkel gefunden worden, was das bewusste Weglassen zeigt. Der Zirkel ist nicht ausgeführt - ist et' a das Zirkelloch Werkzeug, so wie die unnatürliche Gerade im Faltenwurf Werkzeug ist? Werkzeug wie eine Brille. Werkzeug wie eine Wegmarkierung. Auch der Spiegel ist ein Werkzeug des Malers.
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