Buch .:. Wie Karl May Adolf Hitler

119717
Buch, Hans Christoph, Wie Karl May Adolf Hitler traf und andere wahre Geschichten. Frankfurt am Main 2003.
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Oct 5-14, 2022

Description
Buch, Hans Christoph,
Wie Karl May Adolf Hitler traf und andere wahre Geschichten. Frankfurt am Main: Eichborn, 2003. 207 Seiten. Pappband (gebunden) mit Schutzumschlag. 334 g
* Eichborn Berlin. - Stempel ("Unverkäufliches Freiexemplar") auf dem Vorsatzblatt.
Bestell-Nr.119717 | ISBN: 3-8218-0728-8
Buch | Deutsche Literatur
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Die Mühlen der kommunistischen Bürokratie mahlen langsam, aber sie mahlen trefflich fein: Zwischen Bestellung und Lieferung eines Wartburg wie dem, der Che Guevara zum Flughafen brachte, lagen zwölf Jahre - vorausgesetzt, man hatte den Kaufpreis vorab bezahlt; und wer nach Westdeutschland ausreisen wollte, um bei der goldenen Hochzeit der Schwiegereltern dabeizusein, mußte bis zum Erreichen des Rentenalters warten. Auf unerlaubte Entfernung von der Truppe stand die Todesstrafe, und wer sich nicht an die Gesetze des Arbeiter- und Bauernstaats hielt, den zermahlte die DDR-Justiz wie Max und Moritz zu Schrot und Korn. "Niemand hat die Absicht, in Berlin eine Mauer zu errichten", hatte der Spitzbart im Juni 1961 erklärt; sechs Wochen später machten Pioniere der nationalen Volksarmee mit Beton und Stacheldraht die Grenze dicht. Ich habe den historischen Tag nicht mehr erlebt, denn im Morgengrauen des 13. August, als Bautrupps mit Maurerkellen anrückten, um die Westsektoren der Stadt einzufrieden - bekanntlich stand wieder einmal der Weltfrieden auf dem Spiel - stieg ich am Malecön, der Uferpromenade von Havanna, ins Meer und ließ mich weit hinaustreiben. Ich spürte ein vages Unbehagen im Bauch - nicht aus Angst vor Haien, die in den trüben Abwässern der Metropole nach Eßbarem fischten, sondern beim Gedanken an meine Ostberliner Freunde, die lebendig eingemauert wurden. Aber damals glaubte ich noch an die Weisheit der Partei, die immer recht hat, und sagte mir, daß die Befestigung der Staatsgrenze den Krieg verhindert habe und daß die Mauer ein Bollwerk gegen den Faschismus sei. Ich war eine Hundertfünfzigprozentige, wie gesagt: Meine ideologischen Zweifel und politischen Bauchschmerzen hatte ich stets für mich behalten . .
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