Bufalino .:. Klare Verhaeltnisse

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Bufalino, Gesualdo, Klare Verhältnisse. Roman. Frankfurt am Main 1994.
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Bufalino, Gesualdo,
Klare Verhältnisse. Roman. 1. Auflage. Frankfurt am Main : Suhrkamp, 1994. 172 Seiten. Pappband (gebunden) mit Schutzumschlag.
* Qui pro quo. Aus dem Italienischen von Hans Raimund.
Bestell-Nr.156002
Bufalino | Italienische Literatur

An einem heißen Tag im August wird ein berühmter Verleger von einer herabstürzenden Aischylosbüste tödlich getroffen. Schauplatz ist die Villenanlage des Verlegers am Adriatischen Meer, wo sich zur Zeit des Geschehens ein Dutzend vielfältig mit dem Verleger und untereinander liierter Personen aufhält. Sie kommen zunächst fast alle als Mörder in Frage. Der Verleger, exzentrisch im Leben wie im Tod, hat jedoch Briefe hinterlassen, in denen er die Klärung seines Todes selbst in die Hand nimmt. Er beschuldigt nacheinander seine Ehefrau, seinen Kompagnon und schließlich den Geliebten seiner Ehefrau — auf dieser letzten Bezichtigung beharrt er, liefert ausführlich Indizien und Motive. Der Verblichene hat aber nicht mit seiner ihm ergebenen und eigensinnigen Sekretärin gerechnet — oder vielleicht doch? —, die offenbar noch andere Karten in der Hand hat. Die unscheinbare, aber vife Esther Scamporrino alias Agatha Sotheby — so wird die Dreißigjährige im Verlag genannt — versammelt in klassischer Manier alle Verdächtigen und hält ein langes Plädoyer, in dessen Verlauf sie die Anwesenden von jeglicher Schuld reinwäscht und mit allen Mitteln der Redekunst und einer üppig wuchernden, kriminalistisch versierten Phantasie darlegt und beweist, es handle sich nicht um Mord, sondern um einen als Mord getarnten Selbstmord. Nun könnte der Krimileser aufatmen — endlich ist reiner Tisch gemacht —, gäbe es da nicht noch einige verdächtige Stellen im Text und vor allem den fragmentarischen Anhang, einige Zettel aus dem Papierkorb des Autors, die auf andere Möglichkeiten deuten. Und wäre die Amateurkriminalistin mit dem stolz getragenen Spitznamen nicht selbst das erzählende Ich des Romans. Und hätte sie nicht einen Kriminalroman geschrieben, dessen Manuskript der Verleger im Moment seines gewaltsamen Todes in Händen hält und der einige Monate später — an manchen Stellen rasch retuschiert —zum Bestseller wird. Es könnte einem schwindlig werden bei diesen mehrfachen Drehungen, wäre da nicht die sprödspitzige Sprache unserer römischangelsächsischen Agatha Sotheby.
Gesualdo Bufalino, 1920 in der sizilianischen Kleinstadt Comiso geboren, erkrankte als junger Mann an Tuberkulose und mußte einige Jahre in einem Lungensanatorium verbringen. Danach lebte er wieder in Comiso, sehr zurückgezogen, als Gymnasiallehrer für Italienisch und Latein. Ein >heimlicher< Schriftsteller bis zu seinem sechzigsten Lebensjahr, veröffentlichte er erst 1981 auf Drängen Leonardo Sciascias den Roman Das Pesthaus (Band 1089 der Bibliothek Suhrkamp). Mit diesem »sizilianischen Zauberberg« (Neue Zürcher Zeitung), dann mit dem Band Erzählungen Der Ingenieur von Babel (Suhrkamp 1989) und vor allem mit dem »metaphysischen Thriller« Die Lügen der Nacht (Suhrkamp 1991) gewann Bufalino rasch internationales Ansehen.

Abb.: Peter Correz/Toni Stone Worldwide
Inhaltsverzeichnis
1 Meereslandschaft mit Figuren 1 1 II Der Tanz des Bären 25 III Anzeichen eines drohenden Erdbebens . 42 IV Salto mortale eines griechischen Tragikers 56 V Manipulierte Auktion 67 VI Ausfälle, Paraden 81 VII Paganini gewährt die Zugabe 9S VIII Unvergeßliches Wachbleiben eines späten Mädchens III IX Das Hasardspiel 126 X Die Leiche in der Falle 139 XI Meereslandschaft mit Figuren 1 5 5 Anhang mit Varianten-Allerlei 171 Anmerkungen des Übersetzers 174
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