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Herburger, Günter, Ventile. Gedichte. Köln, Berlin 1966.
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Description
Herburger, Günter,
Ventile. Gedichte. Köln, Berlin : Kiepenheuer u. Witsch, 1966. 53 Seiten. Englische Broschur. 220 x 140 mm. 106 g
* Gebräunt.
Bestell-Nr.158431
Herburger | Deutsche Literatur | Lyrik | Gedichte

Günter Herburgers Gedichte sind wie die Erzählungen seines Prosabandes Eine gleichmäßige Landschaft Bestandsaufnahmen, Zustandsbilder unseres alltäglichen Lebens. Noch unmittelbarer als die Prosatexte zielen die Gedichte auf das Bewußtsein der Figuren, sie lassen es oft in der Form eines Rollengedichtes in einem assoziativen Rede- und Gedankenstrom selbst zum Ausdruck kommen oder erfassen es räsonierend in der Auseinandersetzung. Es wirkt, als habe sich der Autor zwischen seine Figuren begeben und gestalte sie nicht, sondern setze sich mit ihnen direkt auseinander. Es sind alltägliche und zugleich exemplarische Typen, die in den Gedichten auftreten: Villenbesitzer, Verkäufer, Techniker, Sportler, oft scheinbar harmlose Spießer, aber immer erscheint mit ihnen, hinter ihnen die Möglichkeit der plötzlichen Umkehrung des kleinen angepaßten idyllischen Daseins in das Böse, die Gewalttat, das Verbrechen. Das ist das Thema, das die Gedichte durchzieht, das geglättete und verarmte Leben führt in sich einen ungeformten rumorenden Protest mit, die ungelebte, unterdrückte Vitalität, die einen Ausweg sucht. Darin steckt zugleich die Utopie eines Lebens, das mehr sein könnte als das reduzierte des alltäglichen Konsums, ohne rückgewandt, irrational und zivilisationsfeindlich zu sein. Im Wortmaterial, Satzbau, Rhythmus haben die Gedichte das lyrische Klischee der gehobenen Ausdrucksweise hinter sich gelassen und alle hierarchisch ornamentalen Formen wie Strophe und Reim. Ihre offene Form wird bestimmt durch den Rhythmus und den inneren Zusammenhalt einer spröden und zugleich beweglichen Sprache.
Von Günter Herburger erschien bisher der Erzählungsband Eine gleichmäßige Landschaft, für den er den Förderpreis des FontaneVereins der Stadt Berlin erhielt. Er wurde übersetzt ins Französische, Italienische, Dänische und Schwedische.
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