Gorki, Maxim [eig. Aleksej Maksimovic Peskov],
Das Werk der Artamonows. 1.-20. Tausend. Berlin: Aufbau-Verlag, 1946. 378 Seiten. Halbleinen mit Farbkopfschnitt. 195 x 133 mm.
* Aus dem Russischen von Klara Brauner. - Papier stark gebräunt, Buchblock hängt leicht durch.
Bestell-Nr.161539
Gorki |
Russische Literatur
Maxim Gorkis 1925 veröffentlichter Roman «Das Werk der Artamonows» schildert in einer gross angelegten Familiensaga den Aufstieg und Fall einer russischen Industriellendynastie. Über drei Generationen hinweg – von der Befreiung der Leibeigenen 1861 bis zur Revolution 1917 – zeichnet Gorki nach, wie der vitale Unternehmergeist des Gründers Ilja Artamonow bei seinen Nachfahren in Dekadenz, moralische Zerrüttung und totale Entfremdung umschlägt. Das Werk gilt als meisterhafte Verbindung von psychologischer Charakterstudie und der Analyse eines historischen Epochenwechsels.
Die Ausgabe des Berliner Aufbau-Verlags von 1946 ist ein bedeutendes Zeugnis der deutschen Nachkriegsgeschichte. Als eine der ersten grossen Veröffentlichungen des 1945 neu gegründeten Verlags diente sie dazu, die im Nationalsozialismus unterdrückte sozialistische Weltliteratur in der Sowjetischen Besatzungszone wieder bekannt zu machen. Trotz der schwierigen Produktionsbedingungen der Trümmerjahre und des akuten Papiermangels wurde das Buch bereits im 1. bis 20. Tausendgedruckt, was den hohen kulturpolitischen Stellenwert Gorkis unterstreicht.