Rilke, Rainer Maria,
Auguste Rodin. 49.-53. Tausend. Leipzig: Insel-Verlag, 1930. 118 Seiten Text + 96 Abbildungen auf Tafeln. Leinen mit Kopfgoldschnitt. 224 x 155 mm. 502 g
* Leicht gewölbt und gebräunt, letzte Seiten stockfleckig, Exlibris auf Innendeckel.
Bestell-Nr.161721
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Rilkes Essay über Auguste Rodin entstand aus unmittelbarer persönlicher Begegnung: Der Dichter lebte und arbeitete zeitweise im engsten Umkreis des Bildhauers und konnte dessen Schaffen aus nächster Nähe beobachten. In seinem Text nähert sich Rilke dem Werk Rodins nicht als Kunstkritiker, sondern als sensibler Sprachkünstler, der das Wesen der Plastik in Worte zu fassen sucht. Im Mittelpunkt steht die Idee der «Dinge» – Rodins Skulpturen werden als eigenständige, in sich ruhende Lebewesen begriffen, die durch die Bearbeitung von Oberfläche, Licht und Bewegung ihre innere Wahrheit offenbaren. Rilke beschreibt einzelne Werke wie *Den Denker*, *Die Bürger von Calais* oder *Das Eherne Zeitalter* mit einer Intensität, die den Essay selbst zu einem literarischen Kunstwerk macht. Zugleich zeichnet er das Bild eines Künstlers von asketischer Hingabe an die Arbeit, dessen Motto «*toujours travailler*» – immer arbeiten – Rilke tief beeindruckte und sein eigenes Kunstverständnis nachhaltig prägte. Die beigegebenen 96 Tafeln mit Fotografien der wichtigsten Skulpturen ergänzen den Text zu einem eindrucksvollen Gesamtwerk.
[Claude]