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Steinemann .:. Die Verhinderung der landwirtschaftlichen Bodenueberschuldung

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Steinemann, Eugen, Die Verhinderung der landwirtschaftlichen Bodenüberschuldung. Ein sozialistischer Vorschlag zur Lösung der landwirtschaftlichen Bodenfrage. Zürich 1936.
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Description
Steinemann, Eugen,
Die Verhinderung der landwirtschaftlichen Bodenüberschuldung. Ein sozialistischer Vorschlag zur Lösung der landwirtschaftlichen Bodenfrage. Zürich: Jean-Christophe-Verlag, 1936. 39 Seiten. Broschiert. 210 x 128 mm.
* In einem Preisausschreiben der Berner volkswirtschaftlichen Gesellschaft mit dem II. Preis ausgezeichnet. - Umschlag etwas lichtrandig / gebräunt, Besitzvermerk auf dem Vortitelblatt.
Bestell-Nr.161579
Steinemann | Landwirtschaft | Agronomie | Helvetica | Schweiz | Sozialismus | Kommunismus | Marxismus

Eugen Steinemanns Werk von 1936 ist ein zentrales Dokument der schweizerischen Wirtschaftsgeschichte der Zwischenkriegszeit. Es entstand in einer Phase, in der die Landwirtschaft massiv unter der Weltwirtschaftskrise und einer immensen Schuldenlast litt.

In der Schrift «Die Verhinderung der landwirtschaftlichen Bodenüberschuldung» analysiert Steinemann die prekäre Lage der Bauernschaft aus einer sozialistischen Perspektive. Er bricht damit das damalige bürgerliche Monopol auf die Agrarpolitik auf.

Steinemann plädierte für eine radikale Reform des Bodenrechts. Er sah im privaten Bodeneigentum und der damit verbundenen Spekulation die Hauptursache für die Verschuldung. Sein Vorschlag zielte darauf ab, den Boden dem freien Markt zu entziehen, um die Bauern vor dem Ruin zu bewahren.

Das Buch erschien im Jean-Christophe-Verlag, der eng mit dem religiösen Sozialismus und linkem Gedankengut in Zürich verknüpft war. Es war ein Versuch, die Interessen der Arbeiterschaft mit denen der Bauern zu solidarisieren – ein Vorbote der späteren «Richtlinienpolitik».

Das Werk gilt heute als wichtige Quelle für die Untersuchung der Agrarfrage in der Schweiz und zeigt auf, wie intensiv damals über staatliche Interventionen versus Marktmechanismen debattiert wurde.

Eugen Steinemann (1907–1966) war eine prägende Figur der schweizerischen Arbeiterbewegung und ein Intellektueller, der Theorie und Praxis verband. Er war ein profilierter Wirtschaftswissenschaftler, der sich zeitlebens für die Belange der sozial schwächeren Schichten einsetzte.
Von 1941 bis zu seinem Tod 1966 leitete er das Sozialarchiv in Zürich. Unter seiner Führung entwickelte sich das Archiv zu einer international bedeutenden Dokumentationsstelle für soziale Bewegungen.
Steinemann gehörte zum intellektuellen Flügel der SP (Sozialdemokratische Partei). Er war massgeblich an der Ausarbeitung des Krisenplans der Gewerkschaften beteiligt, der während der Grossen Depression als Antwort auf die Arbeitslosigkeit konzipiert wurde.
Steinemann war kein «Elfenbeinturm-Akademiker». Er verstand es, komplexe ökonomische Zusammenhänge – wie eben die Bodenüberschuldung – so aufzubereiten, dass sie als Grundlage für politische Forderungen dienen konnten. Sein Engagement im Sozialarchiv stellte sicher, dass die Geschichte der Arbeiterbewegung professionell bewahrt wurde.
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