Myrdal .:. Asiatisches Drama

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Myrdal, Gunnar, Asiatisches Drama. Eine Untersuchung über die Armut der Nationen. Frankfurt (am Main) 1973.
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Myrdal, Gunnar,
Asiatisches Drama. Eine Untersuchung über die Armut der Nationen. 1. Auflage. Frankfurt (am Main) : Suhrkamp, 1973. 447 Seiten mit Register. Pappband (gebunden) mit Schutzumschlag. 20 x 13 cm.
* Eine Studie des Twentieth Century Fund in d. Kurzfassung von Seth S. King. Aus dem Englischen von Nils Lindquist. - Schutzumschlag lichtrandig, leicht gebräunt, Name auf dem Vorsatzblatt.
Bestell-Nr.157920 | ISBN: 3-518-07377-X | 978-3-518-07377-3
Myrdal | Oekonomie | Politik | Zeitgeschichte | Asien | Asia | Dritte Welt | Third World | Entwicklungslaender | Armut | Entwicklungshilfe

Inhalt: Einleitung • Ökonomische Realitäten • Eine Dritte Welt der Planung • Nutzung der Arbeitskräfte • Bevölkerungsqualität

Myrdals ebenso epochales wie monumentales (2300 Seiten starkes) Werk Asian Drama, die Arbeit eines Jahrzehnts, erschien 1968. Um nicht nur Wissenschaftler und Spezialisten zu erreichen, sondern in einer breiteren Öffentlichkeit seine Wirkung tun zu können, mußte dieses Werk in einer gekürzten und leichter lesbaren Form herauskommen, die nunmehr auch in deutscher Übersetzung vorliegt.
Das asiatische Drama ist das Drama der Unterentwicklung: Die reichen Länder werden immer reicher, die armen immer ärmer, und zwar trotz der angeblich so selbstlosen Anstrengungen der Reichen, den Armen durch materielle und ideelle Entwicklungshilfe unter die Arme zu greifen. Dabei werden, wie Myrdals Analysen eindringlich zeigen, die am Modell der kapitalistischen Entwicklung des Westens gewonnenen Theorien meist unreflektiert auf die ganz anderen Bedingungen der Länder der »Dritten Welt« übertragen; das Scheitern der schönen Pläne und Programme lastet man dann den Bewohnern oder der korrupten Verwaltung dieser Länder an.
Woher kommt ihre scheinbar schicksalhafte Armut wirklich? Der Untertitel von Myrdals Buch spielt an auf das klassische Werk der Nationalökonomie, Adam Smiths Untersuchung über die Natur und die Ursachen des Reichtums der Nationen. Myrdals Untersuchung über die Natur und die Ursachen der Armut der Nationen hat es in gewissem Sinne schwerer, weil sie sich nicht nur gegen herrschende Lehrmeinungen, sondern auch gegen den Strom der sozioökonomischen Entwicklung stellt, einer Entwicklung, die als »naturwüchsig« erscheint und objektiv dahin führt, daß selbst die aus der Kolonialherrschaft entlassenen Völker »kolonialisiert«, d. h. unterentwickelt gehalten werden, sei's durch die Bedingungen des Weltmarktes, sei's durch die gesellschaftliche und politische Situation in dem betreffenden Land, die jede wirksame Reform verhindert.
Myrdal sieht und analysiert sehr scharf die Zwangsläufigkeit des Scheiterns so vieler Entwicklungsbemühungen in der »Dritten Welt«, besonders in Südasien. Dennoch hält er, da er die einzige Alternative zur kapitalistischen Unterentwicklung, nämlich die sozialistische Entwicklung nicht akzeptieren mag, beschwörend an der Möglichkeit einer Wende zum Besseren fest. Das gibt seinem Buch den Charakter eines Appells, dessen Eindringlichkeit man sich schwer entziehen kann.

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