Leichter, Otto,
Die Wirtschaftsrechnung in der sozialistischen Gesellschaft. Wien: Wiener Volksbuchhandlun, 1923. 109 Seiten. Broschiert. Grossoktav. 240 x 160 mm.
* Marx-Studien, 5, Heft 1. - Ungelesen / nicht aufgeschntten. - Gebräunt, Umschlag leicht lichtrandig, angestaubt und mit kleinen Rissen.
Bestell-Nr.161570
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Austromarxismus
In seinem Werk liefert der österreichische Ökonom Otto Leichter eine fundierte Antwort auf die Kritik der liberalen Schule um Ludwig von Mises. Während Mises behauptete, eine sozialistische Wirtschaft müsse mangels Marktpreisen zwangsläufig im Chaos versinken, entwirft Leichter ein Modell, das auf der Arbeitswertlehre basiert. Er schlägt vor, die gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit als zentralen Masstab für die Buchführung und Planung zu nutzen.
Leichter argumentiert im Sinne des Austromarxismus, dass eine rationale Kalkulation auch ohne Privateigentum möglich ist, sofern man den Ressourcenverbrauch in Arbeitsstunden und Naturalien erfasst. Sein Text ist dabei weniger eine abstrakte Utopie als vielmehr ein technischer Lösungsvorschlag für die Verwaltung einer Gemeinwirtschaft. Das Werk gilt bis heute als einer der wichtigsten theoretischen Versuche, die Effizienz einer Planwirtschaft wissenschaftlich zu begründen, und betont dabei stets die Notwendigkeit einer demokratischen Kontrolle der wirtschaftlichen Prozesse.
I. Das Problem der Rechnungslegung in der Wirtschaft– Seite 7
II. Die kapitalistische Wert-, Geldund Preisrechnung– Seite 20
III. Die Rechnungslegung bei Warenproduktion und bei gesellschaftlicher Produktion– Seite 37
IV. Die sozialistische Rechnungslegung (I.)– Seite 51
V. Andere Lösungsversuche– Seite 74
VI. Die sozialistische Rechnungslegung (Schluß)– Seite 98