Kupper, Arnold,
Der Grenzertragsausgleich bei Robert Liefmann und sein Zusammenhang mit der Grenznutzentheorie. Calw: Oelschläger'sche Buchdruckerei, 1921. 114 Seiten mit Literaturverzeichnis und Falttafel. Broschiert. 218 x 146 mm.
* Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Würde eines Doktors der Staatswissenschaften der hohen juristischen Fakultät der Universität Bern vorgelegt von Arnold Kupper Diplom-Ingenieur aus Zürich. - Gebräunt und knitterig, Deckblatt lichtrandig und mit kleinen Fehlstellen an den Ecken, Falttafel mit Druckspuren.
Bestell-Nr.161575
Kupper |
Oekonomie |
Grenznutzentheorie |
Robert Liefmann
Zusammenfassung des Vorworts von Arnold Kupper (Zürich, 30. April 1920)
Arnold Kupper legt in seinem Vorwort dar, dass das Hauptziel seiner Untersuchung der Aufbau einer allgemeinen Theorie der Wirtschaftsführung ist, die auf einer möglichst geringen Anzahl von Grundbegriffen basiert. Als einzig tragfähiges Fundament identifiziert er hierfür den Nutzenbegriff, während er den Begriff «Wert» aufgrund seiner vielfältigen und oft widersprüchlichen Verwendung in der Literatur bewusst vermeidet. Auf Anregung seines Lehrers Prof. Weyermann integriert Kupper zudem die Theorien von Robert Liefmann in seine Arbeit, um dessen Nutzen- und Kostenbegriffe kritisch zu prüfen.
Obwohl die Arbeit methodisch streng mathematisch ausgerichtet ist, bemüht sich Kupper um eine gute Verständlichkeit für ein ökonomisches Fachpublikum. Er nutzt daher zur Veranschaulichung grafische Darstellungen in Koordinatensystemen und verzichtet weitgehend auf Fremdwörter. Kupper sieht seine Schrift als eine Hommage an die Begründer der Grenznutzentheorie – Gossen, Jevons und Walras – und strebt danach, deren Ansätze von Missverständnissen zu befreien und sie zu einem geschlossenen, einheitlichen System weiterzuentwickeln.
Gemini
Einleitung (Seite 1)
1. Abschnitt: Die Beschaffenheit der Lust- und Unlustgefühle (Seite 8)
2. Abschnitt: Die Zulässigkeit der Gegenüberstellung von Lust- und Unlustgefühlen (Seite 28)
3. Abschnitt: Die Möglichkeit der Messung bzw. Schätzung von Lust- und Unlustgefühlen (Seite 35)
4. Abschnitt: Die Beziehung zwischen Nutzen und Lustgefühl bzw. zwischen Kosten und Unlustgefühl (Seite 46)
5. Abschnitt: Die Möglichkeit der Schätzung von Nutzen und Kosten (Seite 53)
6. Abschnitt: Die Gegenüberstellung von Nutzen und Kosten (Ertrag, Grenznutzen, Grenzkosten, Grenzertrag) (Seite 73)
7. Abschnitt: Der Grundsatz des Ausgleiches der Grenzerträge als Bedingung der Erfüllung des Grundsatzes des Wirtschaftlichen (Seite 88)
8. Abschnitt: Der Zusammenhang zwischen dem Grundsatz des Grenzertragsausgleiches von Liefmann, d. h. dem Grundsatz des Ausgleiches der Relativnutzen der Grenzeinheiten von uns und dem Grundsatz des Grenznutzenausgleiches (Seite 95)
9. Abschnitt: Der Gültigkeitsbereich des Grundsatzes des Ausgleiches der Relativnutzen der Grenzeinheiten (Seite 101)
10. Abschnitt: Die Neuheit des Grundsatzes des Grenzertragsausgleiches (Seite 109)
Schluß: Der Übergang aus dem Bereich des Einzelwesens in denjenigen der gesellschaftlichen Erscheinungen (Seite 110)