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Reust .:. Werkplatz Muehle Thun

157675

Reust, Hans Rudolf, Werkplatz Mühle Thun. Dokumentationsausstellung, 3. - 17. Mai 1986 (Ausstellungsraum Mühle). Thun 1986.

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Reust, Hans Rudolf,
Werkplatz Mühle Thun. Dokumentationsausstellung, 3. - 17. Mai 1986 (Ausstellungsraum Mühle). Thun: [Kunstmuseum], 1986. ca. 100 Seiten mit Abbildungen. Broschur. 4to.


* Andreas Althaus, Reto Camenisch, Hanswalter Graf, Paul Le Grand, Ruedi Guggisberg, Wilfried von Gunten, Regula Haener, Christian Heimle, Jakob Jenzer, Lilly Keller, Leonardo Mosso, V.W. Pozarek, Christoph Rihs, Peter Willen . - Widmung auf dem Vortitelblatt (von Lilly Keller).
Bestell-Nr.157675


Reust | Kunstausstellung | Ausstellungskatalog | Helvetica | Schweiz | Bernensia | Berner Oberland | Thunensia



Zur Ausstellung Die 6. Berner Kunstausstellung versucht, mit den Beiträgen der diesmal vertretenen Künstler die zu Beginn des Jahres 1975 aufgenommene Informationsarbeit über das künstlerische Klima der Stadt Bern, aber auch der näheren und weiteren Umgebung fortzuführen und diesem Rechnung zu tragen. Über die bisherigen Bemühungen und die geleistete Arbeit gibt eine Reihe von Katalogen ergänzende Auskünfte, möglicherweise auch ein genaueres Bild der Situation in den Ateliers, aber auch ein Bild unserer Zeit, das rückblickend einer Betrachtung und Analyse sicherlich wert sein dürfte. Allerdings müssen wir eine solche Analyse in grösseren Zusammenhängen sehen, die weiter über die Kunsthalle, die Stadt hinausgehen und in einen gesamtschweizerischen Rahmen gestellt werden sollten. Neben einer sinnvollen Kritik erwarte ich auch gerne konstruktive Vorschläge, vor allem von seiten der Künstler zur Erweiterung und Ergänzung des Experiments. Die in der Kunsthalle ausstellenden sieben Künstler zeichnen nicht für ein gemeinsames künstlerisches Programm, noch gehören sie einer stilistisch klar zu definierenden Gruppe an, vielmehr zeigen sieben Individuen mit sehr persönlichen künstlerischen Auffassungen und Absichten ihre Arbeiten. Die Ausstellung als solche und als Ganzes wird wohl von allen sieben als kalkuliertes Risiko bewusst eingesetzt und als Herausforderung verstanden, vertrauend auf die eigene Intuition und die freiwerdenden Energien der künstlerischen und freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Künstlern beim Aufbau der Ausstellung. Eigentlich und wie mir scheint, ist diese Ausstellung ein sehr zerbrechliches und leicht angreifbares Gebilde, gleich einer schwankenden Brücke, ausgerüstet mit wenig Statik und Sicherheit, vielleicht aber mehr erfüllt von Poesie und Irritation, ein Gebilde, das sich weiter vergleichen lässt mit der Situation der Künstler heute, der Situation einer Minderheit mit wenig Schutz und Umsicht, dafür erfüllt von Vorstellungen von Freiheit und ihren Möglichkeiten. Wie ich bereits in Erwägung gezogen habe, bleibt die Ausstellung als Ganzes offen, sie entsteht in der zweiten und dritten Woche des Januar, lange nachdem ich diese Zeilen niederschreibe — in der unmittelbaren Auseinandersetzung mit der Problematik der einzelnen Arbeiten im werdenden Nebeneinander in den Räumen der Kunsthalle selbst. Über die Künstlerpersönlichkeiten und die einzelnen Beiträge weiss ich einiges, vor allem über die technischorganisatorische Seite des Unternehmens, vermute weiteres und spüre bereits erste sich ergebende Zusammenhänge. Meine jetzige Situation entspricht eigentlich der des in die Ausstellung eintretenden Besuchers, dem Werk und Name der einzelnen Künstler vielleicht bekannt sind und der bereits dieses oder jenes über die Ausstellung in der Presse gelesen hat. Ungewohntes erwartet uns auf jeden Fall, lassen wir


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