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Jursch .:. Haende als Symbol und Gestalt

155576
Jursch, Hanna und Ilse, Hände als Symbol und Gestalt. Stuttgart 1964.
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11.-18.4.2026

Beschreibung
Jursch, Hanna und Ilse,
Hände als Symbol und Gestalt. 12. Auflage. Stuttgart : Klotz, 1964. 195 Seiten mit Abbildungen. Leinen. Grossoktav. 592 g

Bestell-Nr.155576
Jursch | Kunstgeschichte | Chirognomie

Vorwort
Dieses Buch ist das Ergebnis jahrelanger Arbeit an dem unendlichen Thema der Hände, deren Ausdrucksfähigkeit in Wort und Bild als Symbol und als Gestalt immer sichtbarer in Erscheinung trat. Es ist aus dem Nachdenken über einen Gegenstand erwachsen, der uns täglich vor Augen ist, ohne dessen Mithilfe wir unser Menschsein gar nicht vorstellen können. Dieses Nachdenken aber konnte nicht bei der Menschenhand stehenbleiben. Ist sie doch nur ein Abglanz der Hände, die sie geformt haben. Und so steht am Anfang dieses Buches das Symbol, die unsichtbare und nur in der Kunst sichtbar gewordene Hand des Schöpfers und Erhalters der Welt, von der die Künstler aller Zeiten und Völker in geweihten Stunden den Schleier heben durften, um sie uns nahezubringen in ihrer Allmacht und Güte. Auch die Hand des Engels, des göttlichen Boten und Werkzeuges, durfte in diesem Buche nicht fehlen. Sie führt unser Nachdenken weiter zu der Hand des Mittlers, dessen Rechte gleich der des Vaters richtet und segnet, und dessen Menschenhand heilt und leidet wie Menschenhände. Im Blick auf unsere Menschenhände haben wir darüber nachgedacht, wie sie sich verhalten, wenn sie Gott begegnen, und wie sie sich bewegen in der Welt, im Tun und Leiden, im Füreinander und Gegeneinander des täglichen Lebens.
Die Variationen über das Thema der Hände, die hier anklingen, ließen sich sicherlich beliebig vermehren. Wir haben uns besonders an diejenigen Abwandlungen des Themas gehalten, bei denen Bild und Wort gleichsam in eins zusammenklingen. Vollständigkeit in bezug auf die Motive zu erreichen, lag nicht in unserer Absicht. Das Buch hat weder einen theologischen noch einen lehrhaften Charakter — wir hätten sonst sehr viel mehr über die religiöse Symbolik der Hände oder über die Ausdrucksmöglichkeiten im profanen Leben sagen müssen. Das Buch hat seine Aufgabe erfüllt, wenn es den Betrachter zum Nachdenken anregt, wenn ihm viele Bilder und Texte einfallen, die wir hier nicht einfügen konnten, wenn er zwischen den Zeilen all das herausliest, was nicht mit Worten gesagt ist. Ein Buch der Besinnung ist hier allmählich erwachsen, das wir in die Hände der Menschen legen möchten, die den Sinn ihres Daseins nicht in der vita activa erfüllt sehen, sondern — wie Gepa — im Buch der Bücher lesen, damit ihr tägliches Handeln nur eine Antwort sei auf das, was die Gotteshände tun.
Das Buch möchte Seite für Seite, in den unvergänglichen Denkmälern der bildenden Kunst und der Dichtung, mit durchlebt sein und von der Freude, die beim Zusammenklang von Bild und Wort aufleuchtete, einen Strahl an den Leser weitergeben. Es möchte dem Leben dienen, indem es uns aus unversieglichen Quellen Kräfte schenkt zur Bewältigung unserer täglichen Aufgaben, die Stunde für Stunde unsere ganze Bereitschaft erfordern. […]
Jena, 4. Februar 1951 Hanna Pusch
Inhalt
Vorwort 7

Gotteshände
Die Schöpferhand (Welt) 12 Die Schöpferhand (Mensch) 14 Die allmächtige Hand 18 Die strafende Hand 22 Die rettende Hand 26 Die erhaltende Hand 30 Die erwählende Hand 34 Die Hand als Zeichen der göttlichen Gegenwart 36 Die segnende Hand 40 Die ruhende Hand 42

Engelhände 45
Die bewahrende Hand 46 Die verkündende Hand 48 Die führende Hand 52 Die erwählende Hand 54 Die musizierende Hand 56

Jesushände 61
Die lehrende Hand 62 Die heilende Hand 64 Die schenkende Hand 66 Die leidende Hand 68 Die richtende Hand 72 Die segnende Hand 74

Menschenhände 77
A. Die Menschenhände im Dienst Gottes 78
Die betende Hand 78 Die „unschuldige" Hand 86 Die Hand, die das Heilige trägt 88
B. Die Menschenhände im Dienst des Nächsten . 92
I. Die wirkende Menschenhand 92
Die segnende Hand 92 Die heilende Hand 94 Die schenkende Hand 96 Die liebende Hand 98 Die schaffende Hand 104 Die redende Hand 116 Die spielende Hand 124 Die strafende Hand 126 Die zerstörende Hand 128
II. Die ruhende Menschenhand 134
Die Hand als Zeichen 134 Die beseelte Hand '36 Die sehnende Hand 138 Die flehende Hand 14o Die verzweifelte Hand 142 Die leere Hand 144 Die tastende Hand 148 Die empfangende Hand 15o Die gefesselte Hand 152 Die Totenhand 156
C. Die Menschenhände in ihrer Entwicklung 158
Die Kinderhand i58 Die Jünglingshand 162 Die Vaterhand 164 Die Mutterhand 166 Die Greisenhand 17o
D. Die Begegnung von Menschenhänden 172
Die streitenden Hände 172 Die friedlichen Hände 178 Der Chor der Hände 184

Ausklang 186
Nachweis der Bilder und Texte 187
Verzeichnis der Dichter 194
Verzeichnis der Maler und Bildhauer 195
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