Vogt, Walter,
Maskenzwang. Erzählungen. Zürich, Köln : Benziger, 1985. 255 Seiten. Pappband (gebunden) mit Schutzumschlag. 416 g
* Enthält: Travestie; Die Erzählerin; Spiegelung; Schattenparabel; Kein Hiob; Sphinx; Countdown. - Schwache Gebrauchsspuren, Name auf dem Vorsatzblatt, Einband leicht fleckig.
Bestell-Nr.156139 | ISBN: 3-545-36410-0 | 978-3-545-36410-3
Vogt |
Schweizer Literatur |
Literatur Deutschschweiz
Ein Mann entdeckt, daß er in Wirklichkeit eine Frau ist. - Ein Arzt wird Mitarbeiter einer psychiatrischen Klinik, in der er früher selbst Patient war, und identifiziert sich mehr und mehr mit seiner Vorgängerin, seiner ehemaligen Ärztin.
Ein Mann fühlt sich von einem anderen beschattet und beobachtet seinerseits den anderen so genau, bis er selbst nicht mehr weiß, wer wen beschattet .. .
In dieser Folge von sieben Erzählungen, die kompositorisch eng miteinander verknüpft sind, taucht eine Reihe von Motiven immer wieder auf: der Doppelgänger, das Auseinanderbrechen einer Person in einen weiblichen und einen männlichen Teil, Geschlechtsumwandlung, erotische Obsessionen, Wahnsinn, Todessehnsucht. Sie kreisen letztlich um die Frage nach der eigenen Identität, insbesondere der sexuellen 'Identität. Ein großes Thema der Literatur, das aber selten so direkt und mit solcher Radikalität dargestellt worden ist wie in diesen Erzählungen.
Die Grenzen des eigenen Ichs zu verlassen, das ist Bedrohung und Verlockung zugleich. Walter Vogt bannt das Gefährliche solcher Phantasien, die der Mensch im allgemeinen lieber im Unbewußten läßt, mit der Virtuosjtät seiner Erzählkunst, die in diesem Band eine enorme Spannweite erreicht. Es gibt wenige Erzähler, die mit solcher Leichtigkeit und solch spielerischem Witz seelische Abgründe ausloten.
Inhalt
Travestie 9
Die Erzählerin 7o
Spiegelung 122
Schattenparabel 1 5 4
Kein Hiob 1 86
Sphinx 207
Countdown 244