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Wahlen .:. Hochkonjunktur und Menschenwuerde

161730
Wahlen, Friedrich Traugott, Hochkonjunktur und Menschenwürde. Zürich 1956.
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11.-18.4.2026

Beschreibung
Wahlen, Friedrich Traugott,
Hochkonjunktur und Menschenwürde. Zürich : Polygraphischer Verlag, 1956. 29 Seiten. Broschur mit Klammerheftung. 208 x 148 mm. 46 g
* ETH/ Kultur- und Staatswissenschaftliche Schriften, Heft 96. - Vortrag, gehalten in Zürich am 23. September 1956 vor der Neuen Helvetischen Gesellschaft. - Gebräunt, hinteres Deckblatt schwach fleckig und mit kleinen Druckstellen.
Bestell-Nr.161730
Wahlen | Helvetica | Schweiz | Switzerland | Oekonomie

Zusammenfassung der Begrüßungsrede von Prof. Dr. Emil Egli, Zentralpräsident der Neuen Helvetischen Gesellschaft

Historischer Rückblick
Egli erinnert zunächst an Wahlens Rolle im Zweiten Weltkrieg: Der berühmte „Plan Wahlen" – die groß angelegte Anbauaktion zur Nahrungsmittelversorgung – habe die Schweiz vor materieller Not bewahrt und gleichzeitig den Gemeinschaftssinn gestärkt.

Diagnose der Gegenwart (1956)
Im Kontrast dazu kennzeichnet Egli die Nachkriegsgegenwart als Triumph der Materie: Der wirtschaftliche Aufschwung (Hochkonjunktur) bringe zwar Wohlstand, aber auch bedenkliche Begleiterscheinungen:
- Verblassung der Naturehrfurcht
- Zerfall von Gesinnungswerten
- Verlagerung individueller Verantwortung auf das Kollektiv
- Angst vor dem Außenseitertum, die den zivilen Mut lähmt
- Besorgniserregende Meldungen aus Rekrutenschulen

Reaktion der NHG
Diese Symptome waren Gegenstand einer eingehenden Beratung des Zentralvorstands. Das Fazit: Eine mahnende Bewusstmachungsei nötig – auch gegenüber der Jugend. Im Jahrbuch 1957 der NHG kommt ein junger Autor zu Wort, der feststellt, dass Zynismus, Verlogenheit, Geldgier und Rücksichtslosigkeit die helvetische Substanz gefährlich vergiften.

Schluss
Eben deshalb – in einer Zeit „goldverschleierter Not" – habe man Wahlen, den „großen Sämann", erneut gebeten zu sprechen. Die Hoffnung gilt seiner geistigen „Saat" und ihrer Wirkung.
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