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Vallotton .:. Die Sonnenuntergaenge

161892
Vallotton, Félix, Die Sonnenuntergänge = Les couchers de soleil. Bern 2004.
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Beschreibung
Vallotton, Félix,
Die Sonnenuntergänge = Les couchers de soleil. Bern: Kunstmuseum, 2004. 251 Seiten mit Abbildungen. Kartoniert. Grossoktav. 240 x 220 mm. 1102 g
* Ausstellung 29. Oktober 2004 - 20. Februar 2005 im Kunstmuseum Bern, 18 mars - 12 juin 2005 à la Fondation Pierre Gianadda, Martigny. Deutsch und französisch.
Bestell-Nr.161892 | ISBN: 3-906628-40-X
Vallotton | Malerei | Sonnenuntergang | Kunstausstellung | Ausstellungskatalog

Zusammenfassung des Vorworts zum Ausstellungskatalog des Kunstmuseums Bern über Félix Vallottons Sonnenuntergangsmotive, verfasst von Direktor Matthias Frehner.

Konzept der Ausstellung: Statt einer weiteren umfassenden Retrospektive konzentriert sich die Schau erstmals auf einen einzigen, hochinteressanten Aspekt in Vallottons Landschaftswerk: das Motiv des Sonnenuntergangs. Anhand von rund 25 Holzschnitten und über 60 Ölgemälden wird gezeigt, wie zentral dieses Motiv war und zu welch kühnen gestalterischen Lösungen es Vallotton anregte – besonders in den zwischen 1900 und 1925 entstandenen "Couchers de soleil", die in ihrer Radikalität den Abstraktionsversuchen von Hodler, Munch oder Mondrian ebenbürtig seien.

Inhaltliche Einordnung: Inspirationsquelle war vor allem die Meereslandschaft um Honfleur (Normandie), wo Vallotton ab 1909 die Sommer verbrachte. Im Unterschied zu Hodler malte er nicht nach der Natur vor Ort, sondern im Atelier anhand von Bleistiftskizzen, was der Umsetzung grosse Freiheit liess – es ging ihm nicht um topographische Genauigkeit, sondern um die dekorative Wirkung von Form und Farbe ("komponierte Landschaft", in bewusster Anlehnung an die ideale Landschaftsmalerei Poussins, Lorrains und Rubens'). Diese Fähigkeit verdankte er seiner früheren intensiven Beschäftigung mit dem Holzschnitt, die ihn im Umgang mit Linie, Fläche und Helldunkel geschult hatte. Nur knapp die Hälfte der gezeigten Werke sind tatsächliche Sonnenuntergänge im engeren Sinn; ergänzt wird die Auswahl um andere Lichtphänomene, Aktbilder mit farbigen Abendhimmeln und Schlachtenbilder aus dem Ersten Weltkrieg mit explodierenden Geschossen.

Dank: Der Katalog dankt Marina Ducrey (Fondation Félix Vallotton, Lausanne) für die Mithilfe bei der Bilderbeschaffung, Kurator Dr. Rudolf Koella (Konzeption, Komposition und Einrichtung der Ausstellung), der Fondation Pierre Gianadda und Léonard Gianadda für Leihgaben, zahlreichen Museen und privaten Sammlern (darunter ein anonymes Sammlerehepaar mit finanziellem Beitrag), Mania Hahnloser-Sarpakis und Bernhard Hahnloser sowie den museumsinternen Mitarbeitenden (Katalogredaktion, Sekretariat, Restauratoren und Techniker).
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