Angelus Silesius .:. Der cherubinische Wandersmann

156253
Angelus Silesius [d.i. Johann Scheffler], Der cherubinische Wandersmann. Zürich 1946.
15,00 CHF
Menge

  Datenschutz

Ich verkaufe Bücher, nicht Ihre Daten

 

Versandkosten

  Mehrwersteuer

Bei Auslandslieferungen wird vom Zoll zusätzlich die Einfuhrumsatzsteuer erhoben!

Beschreibung
Angelus Silesius [d.i. Johann Scheffler],
Der cherubinische Wandersmann. Zürich: Classen, 1946. 96 Seiten. Leinen mit Schutzumschlag. 148 g
* Vom Dauernden der Zeit; 20. - Herausgegeben von Erich Brock. - Leicht gebräunt.
Bestell-Nr.156253
Angelus Silesius | Reihen | Deutsche Literatur | Mystik

«Der cherubinische Wandersmann», wie manches andere Werk hoher Leuchtkraft erst seit der letzten Jahrhundertwende endgültig als Kronjuwel deutscher Poesie erkannt, wächst seither still aber unaufhaltsam in die Breite des geistigen Bewußtseins der Deutschredenden hinein. Wer sich darüber besinnen will, lasse nur die hier gewählten Verse auf sich wirken; doch auch an Unterstützung durch erlauchte Stimmen der Vergangenheit wird es ihm nicht fehlen.
Zunächst wirkte das kleine Werk nur in dem zugewandten mystisch-pietistischen Kreise. Gottfried Arnold gab es neu heraus und ahmte es nach; dies tat auch Tersteegen; beide aber erreichten es nicht. Leibniz, überall der Breite des Geistigen wißbegierig offen, beachtete es wohl, glaubte aber vor der Gefahr des Pantheismus warnen zu müssen. Immerhin enthielt er den Versen nicht den Lobspruch «elegant» und «assez joli» vor.
Dann wurde es still um den «Wandersmann»; erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts, als nach Abklingen der Aufklärung die deutsche Romantik wieder auf ihre geistigen Vorfahren zurücktastete, beginnt er seine Wanderung durch die Gemüter von neuem.
Drei kleine Auswahlen erscheinen nacheinander, die eine durch einen St. Galler veranstaltet; Friedrich Schlegel und Varnhagen von Ense leiten ausführlich und verständig zu dem «Wandersmann» hin; Ranke, Eichendorff, Hegel und Schopenhauer weisen, seine Tiefe rühmend, auf ihn (Hegel von seiner Philosophie aus wohl am legitimsten); Riickert sucht es ihm mit hurtigen Reimereien vergeblich gleichzutun; Gottfried Keller unterstellt u. a. einige seiner «Legenden» der Stimme des «Wandersmann».
Vom Jahrhundertende an treten dann die wissenschaftlichen Forschungen über Angelus Silesius, die Neuausgaben seines Werks in schneller Folge hervor.
Artikeldetails
156253
1 Artikel