Oettli, Paul,
Sprachliche Entdeckerfahrten. Wegleitung zu denkendem Erfassen der Sprache. Frauenfeld: Huber, 1922. 267 Seiten mit Register. Fraktursatz. Halbleinen mit Farbkopfschnitt im Schuber. 198 x 134 mm. 414 g
* Einband etwas lichtrandig, Schuber gebräunt, mit Initialen auf der Vorder- und einem grossflächigen Fleck auf der Rückseite.
Bestell-Nr.161591
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Linguistik
Paul Oettli (1872–1952) war ein Schweizer Pädagoge und Germanist. Sein Buch versteht sich als methodische Anleitung für den Deutschunterricht und verfolgt einen reformpädagogischen Ansatz. Anstatt Sprache rein durch starre Regeln und Auswendiglernen zu vermitteln, regt Oettli dazu an, die Sprache als lebendiges Gebilde forschend zu entdecken. Die Schüler sollen durch Beobachtung und aktives Nachdenken ein tieferes Verständnis für grammatikalische Strukturen, Wortbedeutungen und stilistische Nuancen entwickeln. Damit leistete das Werk einen wichtigen Beitrag zur Modernisierung der Schuldidaktik in der Schweiz der 1920er Jahre, indem es das «denkende Erfassen» ins Zentrum rückte und die Lernenden zu sprachlichen Entdeckern machte.