Wechssler, Eduard,
Die Generation als Jugendreihe und ihr Kampf um die Denkform. Leipzig: Quelle & Meyer, 1930. 256 Seiten. Mit neun Figuren im Text und vielen Tabellen. Literaturverzeichnis. Leinen. Grossoktav. 238 x 162 mm.
* Erste Ausgabe. Ziegenfuss II,842. - Gebräunt, Einband lichtrandig, Exlibris auf dem Vorsatzblatt, Vorderdeckel leicht gewölbt, Kopfschnitt angestaubt.
Bestell-Nr.161872
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Generation
Der Berliner Romanist und Kulturhistoriker Eduard Wechssler (1869–1949) legt mit dieser 1930 erschienenen Monografie einen der ambitioniertesten Beiträge zur Generationsforschung der Weimarer Republik vor. Neben Karl Mannheim gehoert Wechssler zu den wichtigsten Pionieren, die das Konzept der „Generation“ nicht bloss biologisch, sondern als kultursoziologische und geistesgeschichtliche Kategorie fassten. Er untersucht, wie sich jugendliche Alterskohorten durch gemeinsame Denkformen, Stilwillen und Weltanschauungen konstituieren und in Abgrenzung zur Vätergeneration die Kulturgeschichte dynamisieren. Das mit zahlreichen schematischen Figuren und Tabellen ausgestattete Werk ist ein fundamentales Quellenwerk der Soziologie-, Jugend- und Wissenschaftsgeschichte der Zwischenkriegszeit.
Inhalt
Einleitung– Seite 1
Erster Abschnitt: Zur Soziologie der Altersgemeinschaft
- 1. Die Altersgemeinschaft– Seite 6
- 2. Ein Beispiel: Frankreich seit der Revolution bis zur Gegenwart– Seite 9
Zweiter Abschnitt: Psychologie der Jugendreihe
- 1. Die Abfolge der Jugendreihen– Seite 18
- 2. Das Nebeneinander einer Jugendreihe mit mehreren Altersreihen– Seite 21
- 3. Das Jahr der Jugend– Seite 25
- 4. Erlebniszeit – nicht Kalenderzeit– Seite 29
- 5. Eindrücke und Ereignisse der Jugendjahre– Seite 34
- 6. Getrennte Bildungsschichten innerhalb jeder Jugendreihe– Seite 38
- 7. Keilförmiges Vordringen jeder Jugendreihe– Seite 42
- 8. Das Weiterschreiten von Jugendreihe zu Jugendreihe geschieht aus Not der jungen Seelen– Seite 46
- 9. Jede Jugendreihe steht vor schicksalhaften objektiven Aufgaben– Seite 50
- 10. Jede Jugendreihe steht unter ihrem eigenen Gesetz– Seite 56
Dritter Abschnitt: Ethik der Führer
- 1. Führer (les meneurs) und Jugendreihe– Seite 60
- 2. Aufgaben der Führer– Seite 64
- 3. Die Stunde der Erfüllung– Seite 68
- 4. Die immer Jungen als immer neue Führer– Seite 71
- 5. Des Führers frühe oder späte Reife– Seite 75
- 6. Die Führer werden aus früheren Jugendreihen herbeigerufen– Seite 79
- 7. Jugendreihe und Jugendbewegung– Seite 82
- 8. Die deutsche Jugendbewegung von 1896 bis zum Weltkrieg– Seite 87
- 9. Der geschichtliche Gewinn aus dieser Jugendbewegung– Seite 91
- 10. Jugendbewegung und Stetigkeit des Weiterstrebens– Seite 96
Vierter Abschnitt: Metaphysik des Jugendgeistes
- 1. Vom wahren Jungsein– Seite 100
- 2. Der Jugendgeist und die Lebensalter– Seite 103
- 3. Jugendgeist ist Ausbruch der Gottheit– Seite 107
- 4. Unvereinbarkeit des Ewig-Göttlichen mit dem Menschlich-Zeitlichen– Seite 110
- 5. Aus dem Unbedingten in die Welt des Bedingten– Seite 114
- 6. Aus der Menschheit in die Volkheit– Seite 117
- 7. Bedingungen des Jugendgeistes in Zeit und Raum– Seite 121
- 8. Worin der Jugendgeist gebunden und frei ist– Seite 124
- 9. Der reine Jugendgeist ist freies Menschentum– Seite 128
- 10. Frühe und späte Formung– Seite 132
Fünfter Abschnitt: Die klassischen Grundformen des Weltverstehens
- 1. Die vier Grundformen des Weltverstehens oder die klassischen Weltansichten– Seite 137
- 2. Die vier Merkformen als erste Stufe zum Weltverstehen– Seite 149
- 3. Die vier Denkformen als zweite Stufe zum Weltverstehen– Seite 161
- 4. Die vier Bauformen als dritte Stufe zum Weltverstehen– Seite 175
- 5. Die Formen des normativen Anerkennens als vierte Stufe zum Weltverstehen– Seite 188
- 6. Weltanschauungen und Weltbewertungen unterscheiden sich von ausschließlicher Betätigung in nur einer Grundform– Seite 194
- 7. Nur wer in den vier Grundformen zugleich und gleichermaßen zu Hause ist, kommt in den heiligen Genuß des Weltverstehens– Seite 205
- 8. Die vier Denkformen trennen sich, um jede für sich allein Vermögen und Macht zu behaupten und zu fordern– Seite 217
- 9. Die primitiven und die modernen Grundformen des Weltverstehens– Seite 223
- 10. Die vier Grundformen des auf Geltung der Gesetze gegründeten Staates– Seite 236