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Lachenal .:. Le parti politique

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Lachenal, François, Le parti politique, sa fonction de droit public (en particulier dans le droit public suisse). Basel 1944.
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Beschreibung
Lachenal, François,
Le parti politique, sa fonction de droit public (en particulier dans le droit public suisse). Basel: Helbing und Lichtenhahn, 1944. 292 Seiten mit Literaturverzeichnis. Broschiert. Grossoktav. 233 x 155 mm.
* Basler Studien zur Rechtswissenschaft; 7. - Im Buch befindet sich ein handschriftlicher Brief vom 10. April 1945, den ich allerdings nicht in Zusammenhang mit dem Titel und / oder Autor bringen kann
Bestell-Nr.161663
Lachenal | Helvetica | Schweiz | Politik | Jurisprudenz | Rechtswissenschaft | Dissertation

François Lachenal (1918–1997) verfasste die Arbeit während seines juristischen Examens in Basel und widmete sich darin einem Thema, das die schweizerische Staatsrechtslehre lange Zeit vernachlässigt hatte: der Rolle der politischen Parteien im öffentlichen Recht. Vor dem Hintergrund, dass die Bundesverfassung den Begriff der politischen Partei bis zur Totalrevision von 1999 nicht kannte und Staatsrechtler wie Johann Caspar Bluntschli noch 1869 konstatierten, das Staatsrecht wisse „von Parteien nichts“, leistete Lachenal mit dieser Untersuchung Pionierarbeit. Er fragte nach der rechtlichen Funktion und Verortung der Parteien im Gefüge des öffentlichen Rechts – eine Fragestellung, die angesichts der wachsenden Bedeutung der Parteien in der modernen Demokratie ihrer Zeit weit voraus war.

Das Werk ist jedoch nicht nur als juristische Studie von Interesse, sondern gewinnt seine besondere Bedeutung auch aus der Biografie seines Autors. François Lachenal, der 1942 während der Arbeit an seiner Dissertation zum Attaché an der Schweizer Gesandtschaft in Vichy ernannt worden war, nutzte seine diplomatische Position, um eine zentrale Rolle im literarischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus zu spielen. Er schmuggelte Manuskripte französischer Résistance-Autoren in die Schweiz, wo er sie über die von ihm mitgeleiteten Éditions des Trois Collines und den Untergrund-Verlag „À la Porte d'Ivoire“ veröffentlichte – darunter die berühmte Anthologie „L'Honneur des poètes“ und Vercors' „Le Silence de la mer“. Die Dissertation von 1944 entstand somit in einer Phase äußerster politischer und persönlicher Spannung, in der sich der junge Jurist und angehende Diplomat zugleich in den Dienst der geistigen Verteidigung Europas stellte. Das Buch ist daher nicht nur ein Beitrag zur schweizerischen Staatsrechtslehre, sondern auch ein Zeugnis jener Jahre, in denen Lachenal zwischen akademischer Arbeit in Basel und illegalem Bücherschmuggel durch das besetzte Frankreich pendelte – und so auf ganz unterschiedliche Weise an der Schnittstelle von Recht, Politik und Literatur wirkte.
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