Kuebler .:. Babette, herzlichen Gruss

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Kübler, Arnold, Babette, herzlichen Gruss. Vorwiegend wahre Berichte und Zeichnungen. Zürich 1967.
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Kübler, Arnold,
Babette, herzlichen Gruss. Vorwiegend wahre Berichte und Zeichnungen. Zürich: Ex Libris, 1967. 318 Seiten mit Abbildungen. Leinen. Grossoktav. 722 g

Bestell-Nr.155348
Kuebler | Schweizer Literatur | Literatur Deutschschweiz | Illustrierte Buecher | Buchillustration

Nützliche Vorrede
Was ich da meinen Freunden, meinen bisherigen und meinen kommenden Lesern und einer weitern Öffentlichkeit vorzulegen mir erlaube, stellt eine Sammlung und Versammlung schriftstellerischer Arbeiten und zugeordneter Zeichnungen dar, die im Laufe vieler zurückliegender Jahre entstanden sind. Der älteste Bericht aus Sardinien ist vor mehr als vierzig Jahren, der jüngste aus Paris vor einem Jahr geschaffen worden. Ein Inhaltsverzeichnis gibt am Schluß des Buchs Auskunft über die Geburtsjahre der ganzen Berichtreihe. Es ist leicht, sich vorzustellen, daß im Laufe der Jahre da und dort einige Unstimmigkeiten zwischen den unveränderten Beschreibungen und der wandelbaren Welt mögen herangewachsen sein; ich habe aber auf alle nachträglichen Korrekturen verzichtet und die Arbeiten im ursprünglichen Zustand belassen. Sie sind mit wenigen Ausnahmen zu ihrer Entstehungszeit in der Neuen Zürcher Zeitung erschienen. Von den zahlreich dort aufgenommenen und trefflich plazierten Zeichnungen konnte auf dem beschränkteren Feld der Buchseiten nur ein Teil untergebracht werden.
Wie soll man so ein Bündel verschiedenartiger Arbeiten von so verschiedenartiger Herkunft benennen? «Dies und das»? «Daheim und anderswo»? «Orte Worte, Worte Orte»? — «Heitere Reiseschilderungen» war eine Zeitlang als Untertitel vorgesehen. Ich hatte Bedenken. Gefährliche Behauptung das ! Wenn dem Leser hinterher die Sache nicht heiter vorkommen will, wird er dunkel. Zuletzt suchten wir nach einer Gesamtüberschrift unter den einzelnen Titeln der Sammlung selber. Schließlich einigten wir uns : «Babette, herzlichen Gruß.» Enthält alles : die Freundlichkeit, die den meisten Berichten in unzeitgemäßer Weise anhaftet, auch das Reisemäßige, obendrein läßt diese Überschrift sogar die Postkarte ahnen, die zu unsern UnterwegsUnternehmungen gehört, die ich gelegentlich auch selber von Hand herstelle.
Berichte : Schlichtes Wort. Der Leser findet also keine Erzählungen, Novellen, Kurzgeschichten, Märchen oder Essays, findet schriftstellerische Arbeit, die sich auf Vorfälle, Ereignisse der Wirklichkeit bezieht, gebunden ist an bestimmte Zeiten und Orte. Es gibt politische Berichte, Wirtschaftsberichte, Sportberichte, Kriegsberichte, aber der Bericht ist nicht die Sache selber, immer führt er die Auslegung mit sich. Als Berichterstatter berichte ich über meine ganz persönlichen Erfahrungen, in der Auslegung der Vorkommnisse liegt meine Freiheit oder gar das Poetische. Berichte, die in Zeitungen erscheinen, behängt man gerne rasch mit dem Klebzettel des Journalismus. Diese Bezeichnung hat in den Ohren hochgezüchteter Leser einen herabsetzenden Beiklang. Aber Achtung : der Erscheinungsort einer Schreiberei ist kein ernstest zu nehmendes Kriterium, es gibt Berichte, die Jahrhunderte um ihrer schriftstellerischen Qualitäten willen überdauerten.
Zeichnungen: Da gerät man nun in die Nähe der gern erwähnten ziervollen Doppelbegabung, die gewiß eine Gabe, aber zugleich auch eine Aufgabe ist. Was man damit macht, ist die Frage. Wie hilft man sich aus der Zwickmühle heraus? Viele doppelt Begabte haben beide Gaben gepflegt, aber Verzicht und Einseitigkeit allein führen zur ganz großen Leistung. Diese Forderung hat viele künstlerische Leute in schwierige Konflikte geführt. Schwanken und Leiden gehören zu den Gaben der Begabten. «Geh zum Berufsberater», sagte neulich ein pfiffiger Freund zu mir, zu dem ich von solchen Geplagtheiten redete.
Die Zeichnungen dieses Buchs leisten ihren Beitrag zur Verdeutlichung oder Bereicherung des Geschriebenen. Sie sind nicht der Phantasie entsprungen, sondern aus der Anschauung erwachsen, sind nicht abstrakt, sondern zeit- und ortbestimmt. Rasche Urteiler, flüchtige Überer können versucht sein, zu herkömmlichen Ausdrucksweisen zu greifen und zu sagen, daß ich meine Berichte selber illustriert habe. Wäre falsch! Illustrationen folgen dem Geschriebenen nach, eindeutig ist in meinem Vorgezeigten die Zeichnung als erstes dagewesen, hinterher folgte allemal das, was zur Sache noch zu sagen war. Worte und Zeichnungen teilen sich in die Aufgabe des Berichtens, zwei Gleichberechtigte versuchen, Sie, verehrter Leser, mit vereinten Bemühungen zu erfreuen. Möchte es ihnen gelingen! Aber das große Geistige, wie gesagt, findet man nur bei den Einseitigen ! A. K.
5 Nützliche Vorrede 7 Babette, herzlichen Gruß 1940 13 Auf Sardinien 19z2 34 In Picassos Reich 1947 46 Nach zehn Jahren 1953 51 Begegnung mit New York 1955 74 Paris, spät im Jahr 1958 86 Olron, die Insel 1959 93 In Cognac, vom Cognac 1959 98 Kopenhagen-Kairo 1959 108 Okki reist im Norden 1959 119 In den Marmorbergen 1960 i28 Beim heiligen Pantaleon 1960 135 Wiedersehen mit Rom 1960 146 Rund um den Obersee — zu Fuß • 1960 156 In Alfred Huggenbergers Land 1960 162 Was hatte ich in Griechenland zu suchen? 1961 187 Limnos, Lesbos, Chios, Samos 1961 192 Auf der Suche nach der Mauer des Themistokles 1961 200 Von Bar-sur-Seine nach Bar-sur-Aube 1961 206 B.B's Satz 1962 215 Zwei Felsen 1962 221 Ein Wiedersehen 1963 232 An der Pilgerstraße 1963 241 Mediolanum Santonum 1963 245 Wiedersehen mit meinem Unkraut 1964 251 Drei Punkte herausgegriffen 1964 26o Auf nach Oerlikon 1964 276 Drei schiefe Türme 1964 286 Von Dach zu Dach oder bei den Obersten 1965 297 Die Skulpturen dürfen nicht als Garderobe benützt werden 1965 3o8 Niemand da? Niemand! 1965 313 Die letzten Tage von Belleville 1966
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