Schmocker .:. Gedichte

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Schmocker, Ernst, Gedichte. Thun 1942.
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Beschreibung
Schmocker, Ernst,
Gedichte. Thun: Selbstverlag, 1942. 72 Seiten. Pappband (gebunden). 208 g
* Beigelegt: Faltblatt mit Pressestimmen und Geleitworten. - Einband leicht bestossen und verzogen, Bibliothekssignaturen auf dem Vorsatzblatt.
Bestell-Nr.156733
Schmocker | Lyrik | Gedichte | Poesie | Helvetica | Schweiz | Bernensia | Berner Oberland | Thunensia

Pressestimmen und Geleitworte
Herr Dr. Martin Trepp im »Oberländer Tagblatt»:
Wenn ein Lehrer nach 40 Jahren Schultätigkeit in den Ruhestand getreten ist und da seiner Lieblingsbeschäftigung, der Dichtkunst, hul-digt, so kann von einer geistigen Verrostung sicher nicht gesprochen werden. Ernst Schmocker, der liebe Kollege im Göttibach, schenkte uns in den letzten Tagen ein Bändchen Gedichte, die im Laufe der Jahre entstanden sind und die er nun dem Andenken seiner allzufrüh verstorbenen Tochter Erika widmet. Einige davon wie »Zum ersten Geburtstag«, »Jugendgedenken«, »Letztes Leuchten«, »Wenn der Abend leise wandelt«, »Der letzte Gruss« zeugen ganz offenkundig von dem innigen Verhältnis zwischen Vater und Tochter und von dem tiefen nachwirkenden Leid, in das der Vater durch den Verlust seines lieben Kindes versetzt wurde. Kein Vater, keine Mutter wird diese Gedichte ohne grundtiefe Rührung empfinden. Auch die andern Kinder seiner lyrischen Muse, die auf Wanderungen in Berg und Wald, in der Schule und im trauten Heim geboren wurden, offenbaren ein tiefes Empfin-den der Umwelt durch denAutor und seiner Begabung, ihm in sprach-lich und metrisch reiner Form Ausdruck zu verleihen. Für die Thuner erwähnen wir noch besonders die Gelegenheitsgedichte »Thuner Klänge«, darunter das rassige »Der Thunerstern«. Wir danken Ernst Schmocker für die schöne Gabe, aus der Herz und Gemüt ihre Töne erklingen lassen in dieser schrecklichen Zeit und wünschen, dass sie ein dauerndes Band bilde insbesondere zwi-schen dem alten Schulmanne und seinen vielen ehemaligen Schülern und Schülerinnen, von denen die ältesten längst Väter und Mütter geworden sind. Dr. M. T.
Ein Brief von Herrn Prof. Dr. Jonas Fränkel zum Geleit
Riedegg ob Thun am 29. November 1942.
Lieber Herr Schmodcer !
Gleich einem Schnitter, der müde vom Tageswerk im Glanze untergehender Sonne auf seiner Garbe aus-ruht, so haben auch Sie, nun sich der stille Reigen treuer Pflichterfüllung gerundet, die Blumen, die Ihnen das Geschick in leuchtenden wie in beschatteten Tagen geschenkt, zu einem Strauss gebunden. Das Auge ruht auf ihm sinnend; spiegeln sich doch in ihm die Bilder entschwundener Stunden auf holden Wanderungen über Ihrem geliebten See, auf Bergen und in Tälern, im Waldesdunkel wie auf lachenden Auen. Gute Geister waren Ihre Begleiter, voran die beiden Dioskuren unseres heimatlichen Sternenhimmels: Meister Gottfried und Conrad Ferdinand Meyer. Ihre leisen Melodien umschweben auch die vielfarbigen Blüten des Strausses, die sich bald lustig im Winde wiegen, bald traurig die müden Köpfchen neigen. Eine unter ihnen, von der Asphodeloswiese dahergeweht, in den schwer-mutbetauten Blättern die Strahlen einer fernen Sonne spiegelnd, zieht den Blick immer wieder auf sich. Es ist die Seele Ihres früh entrückten Kindes, die Sie in den Strauss gebannt haben. Ob dieses Seelenglanzes bleibt er unverwelkt.
Ihr
Jonas Fränkel.
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