Moerike .:. Werke [Atlantis Ausgaben]

158035
Mörike, Eduard, Werke. Zürich 1947.
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Beschreibung
Mörike, Eduard,
Werke. Zürich: Atlantis Verlag, 1947. 3 Bände mit je 1 Abbildung. Leinen mit Farbkopfschnitt. 194 x 120 mm. 1378 g
* Atlantis Ausgaben. - 1: Gedichte. 507 S.; 2: Maler Nolten. 487 S.; 3: Erzählungen, Märchen, vermischte Schriften. 405 Seiten. - Leicht bestossen und gebräunt, Name auf den Vorsatzblättern.
Bestell-Nr.158035
Moerike | Werkausgaben | Deutsche Literatur

1. Die erste Ausgabe von Mörikes Gedichten erschien im Jahre 1838. Der Titel der ersten Auflage (von 1000, zehn Jahre darauf z. T. noch unverkauften Exemplaren) lautet: «Gedichte von Eduard Mörike. Stuttgart und Tübingen. Verlag der J. G. Cotta' schen Buchhandlung. 1838.» Sie enthält, auf 236 Oktavseiten, 143 Gedichte.
Bis zum Tode des Dichters sind vier Auflagen herausgekommen. Die fünfte, vom Jahre 1873, ist nur eine Titelauflage, als «Ausgabe letzter Hand» muß die vierte Auflage gelten. In allen diesen Auflagen hat Mörike im wesentlichen die Anordnung beibehalten, die nicht von ihm, sondern vom Freunde Hermann Kurz stammt.
In späteren Ausgaben, wie in der kritischen von Harry Maync, blieb diese Anordnung bestehen, der auch wir gefolgt sind, ohne sie jedoch für die einzig richtige zu halten. Eine chronologische Anordnung wurde in den Editionen von Deibel (Pantheon-Ausgabe) und Leffson (Bong) versucht. Mit der durch besondere Titel gekennzeichneten Gliederung im Teil der «Gedichte: Nachlese», haben wir, gleich anderen Ausgaben, eine bessere Übersicht angestrebt. Die Schreibweise ist in diesem Band modernisiert ( Weglassung der Apostrophe u. a.), doch nicht nach streng befolgten Regeln; wegweisend war dabei die Ansicht, daß Gedichte, im Gegensatz zur Prosa, auch in der Schreibart weniger zeitgebunden sind.

2. Die erste Ausgabe des «Maler Nolten» erschien im Jahre 1832 bei Schweizerbart in Stuttgart. Die Umarbeitung, die den Dichter über zwei Jahrzehnte bis zu seinem Tod beschäftigte, blieb unvollendet. Da Mörike einen unveränderten Neudruck der ursprünglichen Fassung zu seinen Lebzeiten nicht gestattet hatte, übernahm Julius Klaiber die schwierige Aufgabe, die Umarbeitung zu Ende zu führen. Sie erschien, auf das Jahr 1878 vordatiert, im Herbst 1877.
Unsere Ausgabe hält sich an die erste Fassung aus dem Jahre 1832, die u.a. August Leffson und Harry Maync für seine kritische, auch für unsern Text maßgebende Ausgabe als Vorlage benützt haben.

3. ERZÄHLUNGEN UND MÄRCHEN
Die Reihenfolge der Erzählungen und Märchen in dieser Ausgabe ist eine chronologische. Mörike selbst hat einige seiner Erzählungen zweimal, 1839 und 1856, gesammelt herausgegeben (in «Iris. Eine Sammlung erzählender und dramatischer Dichtungen», sowie in «Vier Erzählungen», beide bei Schweizerbart in Stuttgart).
«Lucie Gelmeroth» erschien zuerst in «Urania» («Taschenbuch auf das Jahr 1834») unter dem Titel: «Miss Jenny Harrower. Eine Skizze.» Die Novelle liegt in drei verschiedenen Fassungen vor; die letzte, die in unserer Ausgabe wiedergegeben ist, vom Jahre 1856, aus den «Vier Erzählungen».
«Der Schatz» wurde 1835 vollendet und erschien zuerst im «Jahrbuch schwäbischer Dichter und Novellisten» (Stuttgart 1836); in dritter Fassung, stark geändert, in den «Vier Erzählungen».
«Der Bauer und sein Sohn» erschien, zwei Jahre nach seiner Entstehung, 1839, im Sammelbande «Iris»; zum zweitenmal, 1856, in den «Vier Erzählungen».
«Die Hand der Jezerte» lag 1841 als Entwurf vor, erschien aber 1853 im «Kunst- und Unterhaltungsblatt für Stadt und Land» ; das Märchen wurde dann in die «Vier Erzählungen» aufgenommen.
«Das Stuttgarter Hutzelmännlein» erschien 1853 bei Schweizerbart in Stuttgart, seine Entstehungsgeschichte reicht aber noch in die Dreißigerjahre zurück.
«Mozart auf der Reise nach Prag» erschien zuerst im Sommer 1855, in Cottas «Morgenblatt für gebildete Leser», dann, auf 1856 vordatiert, im gleichen Verlag in Buchform.

DRAMATISCHES
«Die Regenbrüder, Oper in zwei Akten», ist das einzige Libretto, das Mörike drucken ließ: es erschien 1839 im Sammelwerk «Iris». Geschrieben hatte er den Text, dem er selbst keinen großen Wert beimaß, für die im April 1839 in Stuttgart aufgeführte Oper von Ignaz Lachner.
«Spillner», sowie das Dramloett «Die umworbene Muse» das in unserer Ausgabe fehlt, entstand in Mörikes Studentenzeit; beides gehört zur weniger bedeutenden Gelegenheitsdichtung und war von Mörike zweifellos nicht zur Veröffentlichung bestimmt worden. Die Handschrift, die keinen Titel trägt, befindet sich im Goethe- und Schiller-Archiv in Weimar.
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