Plievier, Theodor,
Stalingrad. Roman. [Augsburg]: Bechtermünz, 1998. 455 Seiten. Pappband (gebunden) mit Schutzumschlag. 209 x 132 mm.
Bestell-Nr.161526 | ISBN: 3-8289-0275-8 | 978-3-8289-0275-6
Plievier |
Deutsche Literatur
Plieviers Roman Stalingrad, in 26 Sprachen übersetzt und seit seinem Erscheinen ein Bestseller, ist unbestritten das bedeutendste dokumentarische Epos über den Zweiten Weltkrieg. Es verdankt seine unübertroffene Authentizität dem Glücksfall, daß Plievier, damals Emigrant in Moskau, die Überlebenden der 6. Armee in Gefangenenlagern interviewen konnte.
Ihre Aussagen sind das Material für die unzähligen Einzelschicksale, die sich zur Vision von der gnadenlosen Vernichtung Hunderttausender, vom Verlust jedes Sinns in dieser Schlacht verdichten.
Alfred Andersch nannte deshalb Stalingrad das »erste große Kunstwerk der deutschen Nachkriegsliteratur«.
Plievier zeigt den unmenschlichen Mechanismus einer solchen Kriegsführung, deren Opfer keine Idee nachträglich rechtfertigen kann. Seine schonungslose Beschreibung ist eine politische und moralische Abrechnung mit dem deutschen Militarismus und dem Nationalsozialismus und zugleich ein eindringliches Plädoyer für den Frieden.
Die vorliegende Ausgabe bringt zum ersten Mal für Deutschland die authentische erste Fassung von Stalingrad, die 1943/44 in der Moskauer Exil-Zeitschrift Internationale Literatur und 1946 im mexikanischen Exil-Verlag El Libro libre als Buch erschien.